
Anton BrucknerBiographische NotizenEine - für die damaligen Möglichkeiten - erstaunliche Karriere machte der gebürtige Ansfeldner Lehrersohn Anton Bruckner ... Anton Bruckner gehört zu den bedeutendsten Symphonikern des 19. Jahrhunderts. Etwas klischeehaft wird seine Lebensgeschichte als die eines spätberufenen Nur-Symphonikers gezeichnet. Ein unmodisches Outfit, ein Beharren auf seiner Herkunft auch in der Sprache machten ihn vor allem in Wien leicht zum Gespött der damaligen Schickeria. In der kulturpolitischen Auseinandersetzung zwischen den Traditionalisten und den Neudeutschen war Bruckner eindeutig auf der Seite der “Neutöner“. Das erschwerte naturgemäß seinen Durchbruch als Komponist und die breite Anerkennung. Bruckner hatte eine für die damaligen Möglichkeiten und für seine soziale Herkunft erstaunliche Karriere gemacht : Lehrer und Tanzgeiger im Wirtshaus von Windhaag in Oberösterreich, angestellter Organist in St. Florian, Chorleiter in Linz und schließlich Universitätsprofessor in Wien. Als Organist würde man ihn heute als internationalen Star bezeichnen. Von dieser überragenden Fähigkeit Bruckners ist auf Grund der Improvisationen bei seinen Konzerten nichts überliefert. Hier ist man auf Deutungen, Vermutungen und Auslegungen angewiesen. Heute nimmt er als Künstlerpersönlichkeit aus Oberösterreich gerade hier eine besondere Rolle ein. Zahlreiche Namensgebungen weisen auf seine Sonderstellung hin, bis zum Versuch ihn, ähnlich wie Mozart in Salzburg, auch fremdenverkehrsmäßig zu vermarkten. Brucknerlocke, Uhren und andere Gegenstände mit seinem Bild, Straßennamen, das Brucknerhaus, das Bruckner Orchester Linz, das Anton Brucknerzentrum in Ansfelden und anderes mehr unterstreichen diese Bemühungen. Wissenschaftlich befasst sich das ABIL (Anton Brucknerinstitut Linz) mit Leben und Werk des großen Oberösterreichers. Anton Bruckner ist in St. Florian begraben.
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