
Anna Maria PammerArtist in Residence 2007/08 und 2008/09
Ein erster großer Erfolg wurde ihre Mitwirkung in Udo Zimmermanns Der Schuhu und die fliegende Prinzessin unter der Leitung des Komponisten im Rahmen der Salzburger Festspiele 1995 und am Opernhaus Leipzig. In Konzerten sang sie u.a. mit den Wiener Symphonikern, dem RSO Wien, mit den Orchestern der RAI Turin und des Teatro La Fenice in Venedig, der Haydnphilharmonie, dem Brucknerorchester, der Chapelle Royale und dem Klangforum Wien, dem Ensemble Die Reihe, der MusikFabrik NRW Düsseldorf, der Staatlichen Philharmonie Brünn und der MDR Kammerphilharmonie unter den Dirigenten Adam Fischer, Sir Roger Norrington, Rudolf Barschai, Gary Bertini, Roberto Abbado, Philippe Herreweghe, Johannes Kalitzke, Peter Rundel, Caspar Richter und Franz Welser-Möst. Anna Maria Pammer gastierte bei den Salzburger Festspielen, den Wiener Festwochen, dem Klangbogen, den Haydnfestspielen in Eisenstadt, dem Carinthischen Sommer, dem steirischen herbst, dem Brucknerfest Linz, bei Wien Modern, den Hörgängen und den Bregenzer Festspielen. In Kammermusikkonzerten musizierte sie mit dem Arditti String Quartet, dem Hagen Quartett, dem Auryn Quartett, dem Aron Quartett, dem Bruckner Quartett, dem Wiener Klaviertrio, mit Clemens Zeilinger, Florian Müller, Johannes Marian, Paul Gulda, Patricia Kopatchinskaja, András Keller und wiederholt mit Gidon Kremer, so in Lockenhaus, dem Gasteig München, der Kölner Philharmonie und der Tonhalle Zürich. Die Musik des 20. und 21. Jahrhunderts ist Anna Maria Pammer ein besonderes Anliegen. Daher wirkte sie bei zahlreichen Uraufführungen mit, zuletzt in Peter Androschs Oper Schreber am Stadttheater Klagenfurt, in Schichtwechsel: Wie gehts Ihnen? von Manos Tsangaris an den Bühnen der Stadt Köln und bei der Triennale Köln, in Georg Kreislers Der Aufstand der Schmetterlinge in den Sophiensälen in Wien sowie in Agleia Federweiß von Gerd Kühr beim steirischen herbst. Im Juni und Herbst 2002 sang sie bei der Uraufführung des Jazzmärchens Felix oder die Geschichte von einem, der auszog das Gruseln zu lernen von Max Nagl an der Volksoper Wien die Prinzessin Anastasia. Im November 2002 wirkte sie neben einem Werk von Gérard Grisey auch bei der Uraufführung von Reinhard Fuchs’ Stück für Stimme und Orchester, Wo Angst auf Umhülle prallt, bei Wien Modern mit. Beim Steirischen Herbst 2003 übernahm sie den Part des Sopran 1 in der Uraufführung von Bernhard Langs Theater der Wiederholungen. Diese Produktion wurde 2006 an der Opéra National de Paris wiederaufgenommen. Zu den Höhepunkten in 2004 gehörten Auftritte mit György Kurtágs Kafka-Fragmenten alternierend mit Patricia Kopatchinskaja und András Keller, zum Teil in Anwesenheit des Komponisten, u.a. in Basel, Aarau, Winterthur, Heidelberg, Brüssel und dem Amsterdamer Concertgebouw. In der Presse hieß es zu diesen Konzerten: „Fabelhaft, wie Pammer und Kopatchinskaja sich dieses Werk zu eigen gemacht haben, wie sie darin kleinste Szenen freilegen, Kurtágs direkte, ja unverblümte Dramatik so überzeugend zum Ausdruck bringen, dass sie in jedem Moment einleuchtet und einen berührt. Welche Details werden hier hörbar: Eine kleine Umfärbung in der Stimme, und Abgründe tun sich auf hinter Text und Musik. Phantastisch, welche Farben Anna Maria Pammer gestalterisch zur Verfügung hat. Und diese Intensität und Energie, diese Risikobereitschaft, mit der Patricia Kopatchinskaja mit ihrem Instrument in Musik und Text eindringt, Inhalte freilegt und sie einem so direkt und sinnlich erlebbar macht. Unglaublich auch der dramaturgische Bogen, den die beiden über diesen ganzen riesigen Zyklus zu spannen wissen: Während einer knappen Stunde ist man völlig gebannt.“ „Kurtág likes to dig around in the deepest layers of voice: whispering and shouting, argumentativeness and sighing. But what he thereby demands of a singer in thirty, forty or fifty seconds borders on the inhuman. Technically, Anna Maria Pammer controlled the entire spectrum. Rarely has the bronze low range of a soprano fused so enjoyably with the velvet depths of a violin. But the precision with which Pammer and Keller maneuvered left dents in Kurtág’s very demanding mix of wisdom and objection, irony and disgust, joy and misery.” Im August 2005 sang Anna Maria Pammer die Denise in der österreichischen Erstaufführung von Michael Tippetts The Knot Garden durch die Neue Oper Wien und den Klangbogen. Im September 2005 gab sie in New York gemeinsam mit dem Pianisten Clemens Zeilinger äußerst erfolgreiche Liederabende, in denen das gesamte Klavierliedschaffen Anton Weberns geboten wurde. Erweitert durch Lieder von Arnold Schönberg wurde dieses Programm im Mai 2006 im Schönberg-Center in Wien wiederholt. Im Dezember 2006 gastierte Anna Maria Pammer mit drei verschiedenen Konzertprogrammen beim 6. Kawaminami Mozart-Fest in Japan, in dessen Rahmen sie auch eine Masterclass mit Schwerpunkt Deutsches Lied gab. Das Jahr 2007 beginnt mit Aufführungen von György Kurtágs Messages of the late R. V: Troussova op. 17 mit dem Spectra Ensemble unter Filip Rathé in Antwerpen und Gent. Die Diskographie von Anna Maria Pammer umfasst ca. 25 Titel, darunter Musiktheaterwerke von Peter Androsch, Bernhard Lang und Georg Kreisler sowie Tiefland von Eugene d’Albert. |
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Die Sopranistin Anna Maria Pammer absolvierte das Linzer Musikgymnasium und studierte an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien Gesang, Violoncello, Lied und Oratorium sowie Musikdramatische Darstellung. Anschließend war sie Mitglied des Internationalen Opernstudios des Opernhauses Zürich.