Brucknerhaus Linz Titeltext-Grafik

OKTOBER 2007

Brucknerfest 2008 „Klassisch anders“


24. Oktober 2007, 11 Uhr, Brucknerhaus, Restaurant Anklang

Ausblick auf das Brucknerfest 2008

Bildmaterial



Gesprächspartner
Wolfgang Winkler
Künstlerischer Leiter der LIVA
Ing. Mag. Wolfgang Lehner Kaufmännische Leiter der LIVA

Brucknerfest 2008 „Klassisch anders“- 14. September bis 04. Oktober 2008

14.09. Bruckner Orchester, Davies, Midori, Großer Saal
16.09. Orquesta de Valencia, Traub, Achúcarro, Großer Saal
17.09. Orgelkonzert, Binder, Hl. Familie Linz (Bürgerstraße)
18.09. Aron Quartett, Pammer, Mittlerer Saal
19.09. Tempory Art Orchestra, Mandel, Mittlerer Saal
20.09. Das Brucknerfest geht aufs Land Schloss Steyregg,
            Treffpunkt Brucknerhaus     
22.09. Orgelkonzert, Lecaudey, Stadtpfarrkirche Linz
23.09. SWR Sinfonieorchester, Cambreling, Großer Saal
25.09. Aron Quartett, Pammer, Mittlerer Saal
26.09. RSO Berlin, Janowski, Stiftsbasilika St. Florian
27.09. Männerchorvereinigung Bruckner 08, Alter Dom Linz
28.09. Richard Wagner: Tristan und Isolde, Großer Saal
29.09. Orgelkonzert, Mazzanti (Rom), Neuer Dom Linz
1.10. Cantoria Plagensis, Ars Antiqua Austria, Alter Dom Linz
2.10. Das Brucknerfest zu Gast in Ansfelden
4.10. Rotterdams Philharmonisch Orkest, Gergiev, Großer Saal

2008, ein Jahr vor der Kulturhauptstadt Linz, bleibt das Brucknerfest seiner Linie treu und präsentiert sich „Klassisch anders“ als dynamisches und vielfältiges Musikfestival. Noch stärker als zuvor basiert das Programm des Brucknerfests auf den beiden Säulen: „Klassisch“ und „Anders“ . Vom 14. September bis zum 04. Oktober 2008 bieten renommierte, nationale und internationale Künstler ein vielseitiges Repertoire das von Klassik, Jazz, Oper und Zeitgenössischer Musik bis zu Orgelmusik reicht.

Feierliche Eröffnung Brucknerfest Linz 2008
Sonntag, 14. September 2008 Brucknerhaus, Großer Saal, 10.30 Uhr
Bruckner Orchester Linz
– nur auf Einladung –


Bruckner Orchester Linz
14.9. Sonntag, 14. September 2008 Brucknerhaus, Großer Saal, 19.00 Uhr
Dennis Russell Davies Dirigent
Midori Violine
JOHANNES BRAHMS
Violinkonzert D-Dur op.77
HANS ROTT
Symphonie Nr. 1 E-Dur


Eröffnungskonzert verbunden mit der Klassischen Linzer Klangwolke
(20:00 Uhr: Live-Übertragung in den Donaupark)

Midori wurde 1971 in Osaka geboren und begann bereits im frühesten Alter Geige zu spielen, zuerst unter der Anleitung ihrer Mutter. 1982, als Zubin Mehta sie das erste Mal spielen hörte, lud er sie als Überraschungssolistin für das traditionelle Silvesterkonzert des New York Philharmonic ein, bei welchem sie standing ovations erhielt und das den Grundstein für eine großartige Karriere legte. Midori lebt in Los Angeles. 2000 schloss sie ein Studium der Psychologie und Gender Studies mit dem Bachelor an der New York University ab, dem 2005 der Magistertitel  in Psychologie folgte. Midori spielt eine Guarnerius del Gesù 'ex-Huberman' von 1734, die ihr von der Hayashibara Stiftung lebenslänglich zur Verfügung gestellt wird. Ihre drei Bögen stammen aus den Häusern Dominique Peccatte und François Peccatte.


Orquesta de Valencia

16.9.    Dienstag, 16. September 2008 Brucknerhaus, Großer Saal, 19.30 Uhr
Yaron Traub Dirigent
Joaquín Achúcarro Klavier
MANUEL PALAU
March Burlesca
JOAQUÍN RODRIGO
Concierto para Piano y Orquesta
(Bearbeitung von Joaquín Achúcarro)
ISAAC ALBÉNIZ
Suite de Iberia
JOAQUÍN TURINA
Danzas Fantasticas

Yaron Traubs internationale Karriere startete 1998, auf dem Höhepunkt seiner Tätigkeit als Associate Conductor der Chicago Symphony, als er den Orchesterpreis am 4. Kondrashin Internationalen Dirigierwettbewerb in Amsterdam gewann. Seither dirigierte er das Rotterdam Philharmonic, die Netherlands Radio Philharmonic und die Netherlands Philharmonic wiederholt mit grossem Erfolg und hervorragenden Kritiken. In den letzten beiden Jahren arbeitete er intensiv in Spanien und leitete die Symphonieorchester in Sevilla, Barcelona, Bilbao, Teneriffa, La Coruña und Asturias.


Orgelkonzert

Mittwoch, 17. September 2008 Kirche Hl. Familie Linz (Bürgerstraße), 19.30 Uhr
Helmut Binder Orgel
Werke von Sigfrid Karg-Elert, Joseph Jongen,
Olivier Messiaen, Franz Schmidt

1961 in Bregenz geboren, studierte Helmut Binder 1976 bis 1980 am Konservatorium seiner Heimatstadt und von 1980 bis 1988 an der Musikhochschule in Wien, wo er die Konzertdiplome in Orgel und Klavier erwarb. Der Schüler von Günther Fetz und Peter Planyavsky war mehrfacher Preisträger bei nationalen Wettbewerben. Er unterrichtet in Bregenz und Dornbirn, wirkt als Organist an der Herz-Jesu-Kirche und gibt Orgelkonzerte sowie Klavier und Kammerkonzerte im In- und Avsland. Neben zahlreichen Rundfunkaufnahmen liegen auch mehrere CD-Einspielungen mit Werken von Franz Schmidt, Sigfrid Karg-Elert, Max Reger und Anton Heiller vor.


Orgelkonzert

Montag, 22. September 2008 Stadtpfarrkirche Linz, 19.30 Uhr
Jean-Pierre Lecaudey Orgel
Werke von Franz List, Olivier Messiaen, Jehan Alain, Joseph Ermend Bonnal, Maurice Durufle


SWR Sinfonieorchester
Dienstag, 23. September 2008 Brucknerhaus, Großer Saal, 19.30 Uhr
Sylvain Cambreling Dirigent
OLIVIER MESSIAEN
L’Ascension
(Vier sinfonische Meditationen)
ANTON BRUCKNER
Symphonie Nr. 7 E-Dur WAB 107

Seit 1999 ist Sylvain Cambreling Chefdirigent des SWR Sinfonieorchesters Baden-Baden und Freiburg. Er verfügt über ein Repertoire, das sich vom Barock bis zur Neuen Musik erstreckt und mehr als 70 Opern sowie über 400 Konzertwerke umfasst. Bekannt ist er vor allem für seine ideenreiche Programmgestaltung und als ein überzeugender Anwalt zeitgenössischer Musik, wie seine Arbeit mit seinem Orchester exemplarisch zeigt. Konzeptionell durchdachte Programme kontrastieren klassisch-romantisches Repertoire mit
Neuer Musik oder schlagen historische Bögen vom Barock bis zur Avantgarde; große Konzertprojekte stellen verschiedene Programme unter einen thematischen Zusammenhang. Eins der aufsehenerregendsten Projekte der jüngsten Zeit war die Aufführung der drei großen abendfüllenden Orchesterwerke von Messiaen (Turangalîla-Sinfonie, Eclairs sur Au-delà und La Transfiguration de notre Seigneur Jésus Christ) an drei aufeinander folgenden Abenden im Rahmen von Graz 2003. Von der Zeitschrift "Opernwelt" wurde Sylvain Cambreling bereits zweimal zum Dirigenten des Jahres gewählt.

Am 1. Februar 1946 schlug die Geburtsstunde des SWR Sinfonieorchesters Baden-Baden und Freiburg. Heinrich Strobel, der legendäre erste Musikchef des neuen Senders in der französischen Besatzungszone, hatte die Fäden gezogen und sorgte dafür, dass das Musikleben des SWF besonders schnell und besonders effektiv in Gang kam. Heute unterstreichen ungewöhnliche Konzert-Konzepte das besondere Profil des Orchesters.


Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin

Freitag, 26. September 2008 Stiftsbasilika St. Florian, 19.30 Uhr
Marek Janowski Dirigent
ANTON BRUCKNER
Symphonie Nr. 9 d-Moll WAB 109
(in der dreisätzigen, unvollendeten Fassung)


Als besonderen Service für unsere Konzertbesucher bieten wir einen Kultur-Shuttlebus nach St. Florian an. Abfahrt: Brucknerhaus, vor Eingang Ost, 18:30 Uhr

Als ältestes deutsches rundfunkeigenes Sinfonieorchester geht das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin auf die allererste musikalische Funkstunde im Oktober 1923 zurück. Die Chefdirigenten (u.a. Sergiu Celibidache, Eugen Jochum, Hermann Abendroth, Rolf Kleinert, Heinz Rögner, Rafael Frühbeck de Burgos) formten einen Klangkörper, dessen sinfonisches Repertoire die Stilepochen von der Vorklassik bis hin zur Moderne umfasst und der sich seit seiner Gründung in besonderer Weise für die zeitgenössische Musik engagiert. Die besten Komponisten des 20. Jahrhunderts traten selbst ans Pult dieses Orchesters oder führten als Solisten eigene Werke auf.

In der Philharmonie Essen begann das RSB unter der Leitung von Marek Janowski im Herbst 2007 mit einem auf drei Jahre angelegten Bruckner-Zyklus. Unter den renommiertesten Orchestern Europas und Nordamerikas genießt er außerordentliches Ansehen wegen der Effizienz seiner Arbeit, die aus umfassender Partiturkenntnis resultiert. Marek Janowski wird wegen seiner innovativen Programmideen und seiner ungewöhnlichen Sicht auf Unterschätztes oder scheinbar Altbekanntes geschätzt. Seit 2002 ist er  Janowski Künstlerischer Leiter des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin.


Männerchorvereinigung Bruckner 08

Samstag, 27. September 2008 Alter Dom Linz, 19.30 Uhr
Thomas Kerbl Dirigent
Ensemble Linz
ANTON BRUCKNER
„Die Männerchöre“ mit Begleitung der Orgel/Klavier
und symphonischem Blasorchester


Inveni David, Um Mitternacht, Fest-Cantate für die Grundsteinlegung zum „Neuen Dom“ in Linz: Preiset den Herren“ u.a.

Als Kooperation zwischen LIVA und Anton Bruckner Institut und dem Institut für Gesang und Stimme der Anton Bruckner Privatuniversität Linz findet am Donnerstag, 25. September und Freitag, 26. September an der Anton Bruckner Privatuniversität im Göllerichsaal jeweils zwischen 14.00 und 18.00 Uhr ein Symposion unter dem Motto: „Die Tradition der Männerchöre des 19. Jahrhunderts“ statt.

Die Karriere des Dirigenten Thomas Kerbl begann bereits früh am Klavier. Parallel zu seinem Klavierstudium am Brucknerkonservatorium, das er damals jüngster Kandidat mit 17 Jahren abschloss startete er eine umfangreiche Konzerttätigkeit als Solist und Liedbegleiter.
Am ehemaligen Brucknerkonservatorium wurde ihm mit 27 Jahren die Leitung der Lied- Oratoriumklasse anvertraut. Die Anton Bruckner Privatuniversität Linz ernannte ihn 2005 zum Direktor des „Institutes für Gesang und Stimme“; zudem leitet er beide Masterstudienrichtungen; jene für „Lied und Oratorium“ und das neue „Opernstudio“.


Richard Wagner: Tristan und Isolde
– konzertante Aufführung –
Sonntag, 28. September 2008 Brucknerhaus, Großer Saal, 17.00 Uhr
Bruckner Orchester Linz
Dennis Russell Davies Dirigent
Tristan: Christian Franz
Isolde: Anna Katharina Behnke
Brangäne: Daniela Denschlag
Melot: Kurt Azesberger
Hirte/Junger Seemann: Christian Zenker
Steuermann: Steffen Rössler

Die Tristan-Handlung stützt sich auf den keltischen Sagenkreis um König Artus und Tristan – letzterer überliefert in dem groß angelegten Versroman „Tristan“ des Gottfried von Straßburg (13. Jahrhundert). Wagner kannte dieses bedeutende Werk der spätmittelalterlichen Literatur ebenso wie die zeitgenössischen Adaptionen des Stoffs durch August von Platen, Karl Ritter und Julius Mosen. Darüber hinaus ließ Wagner in seine Handlung Motive und Stimmungen aus Novalis Gedichtband „Hymnen an die Nacht“ einfließen, auch Auswirkungen des philosophischen Werks von Arthur Schopenhauer gelten als gesichert – Wagner selbst relativiert dies allerdings: die Schopenhauer-Lektüre traf danach bei ihm auf eine bereits vorhandene Stimmung, die ihn zur Schaffung des Tristan angeregt hatte, und die er nun bei Schopenhauer wiederfand.

Anna-Katharina Behnke (Isolde) studierte in München und debütierte als Susanna an der Kammeroper Wien. Nach einem Anfängerjahr an der Oper Bonn gab sie zahlreiche
Gastspiele im In- und Ausland. Ihr Repertoire umfasst so  unterschiedliche Partien wie Lucia di Lammermoor, Desdemona, Judith (Blaubarts Burg), Aida, Elisabeth (Tannhäuser), Elsa, Marschallin (Der Rosenkavalier) und die Fidelio-Leonore in allen drei Fassungen.
Der internationale Durchbruch gelang Anna-Katharina Behnke als Lulu an der
Pariser Oper Bastille. Die Salome sang sie in sieben Inszenierungen, u. a. an der Deutschen Oper am Rhein, in Bologna und an der Mailänder Scala, die Arabella am Châtelet, Paris.


Orgelkonzert

Montag, 29. September 2008 Neuer Dom Linz, 19.30 Uhr
Livia Mazzanti Orgel
Werke von Carlo Gesualdo, Giacinto Scelsi,
Olivier Messiaen, Bernardo Pasquini  u. a.


Cantoria Plagensis

Mittwoch, 1. Oktober 2008 Alter Dom Linz, 19.30 Uhr
Ars Antiqua Austria (auf Originalinstrumenten der Bruckner-Zeit)
Rupert Gottfried Frieberger Leitung und Orgel
Rosemarie Schobersberger Sopran
Christa Ratzenböck Alt
Christian Havel Tenor
Andreas Lebeda Bass
ANTON BRUCKNER
Messe Nr. 1 d-Moll, Motetten und Orgelwerke

Dr.theol., Dr.phil., Mag.art. Rupert Frieberger zeichnet als Stiftskapellmeister für die musikalischen Belange der Praemonstratenserabtei Schlägl verantwortlich.
Als Dirigent und Organist wirkte er in nahezu allen Ländern Europas bis Marokko.  Als Komponist und Improvisator ist er Mitglied mehrerer internationaler Jurien und Kommissionen, seine Werke sind in renommierten Verlagen publiziert. 
Christa Ratzenböck  ist seit 2001 am Linzer Landestheater. Eine Enge Zusammenarbeit verbindet sie mit dem Brucknerorchester unter D.R. Davies. Gastspiele führten sie zum Bratislava Musikfestival, Olmütz, Stift St. Florian, Brucknerfest Linz, Konzerthaus Budapest, Gr. Saal des Mozarteums, Konzerthaus Wien und in den Wiener Stephansdom.


Rotterdams Philharmonisch Orkest

Samstag, 4. Oktober 2008 Brucknerhaus, Großer Saal, 19.30 Uhr
Valery Gergiev Dirigent
Claude Debussy
Danse sacree, Danse profane aus „Danses pour Harpe“
Anton Bruckner
Symphonie Nr. 3 d-Moll WAB 103


Valery Gergiev  ist einer der derzeit gefragtesten Dirigenten der Welt. In Russland gilt er bereits als Held, als Superstar, da es sein Verdienst war und ist, das legendäre Kirovtheater in St. Petersburg nach dem Untergang der Sowjetunion zu retten. Mehr als das! Das seit 1992 wieder in Marrinsky-Theater umbenannte Opernhaus an der Newa ist unter seiner rastlosen Führung eines der weltweit gefeiertsten und am häufigsten auf CD und DVD aufgenommenen Ensembles.

Ein besonderer Verdienst Maestro Gergievs ist die Verknüpfung musikalischer Kulturen von Ost und West. So wie Gergiev im Westen der wichtigste Anwalt für russische Opern- und Orchesterliteratur ist, setzt er sich in Sankt Petersburg für hier vernachlässigte Werke ein. Valery Gervievs künstlerisches Schaffen hat ihm zahlreiche Auszeichnungen eingebracht, darunter: Verdienter Künstler Russlands (1996), Russischer Staatspreis (1994, 1999), Verdienter Künstler der Ukraine (2003) und mehrmals die russischen Theaterpreise Goldene Soffitte und Goldene Maske.

Seit 2000 ist er Vollmitglied der Internationalen Akademie der Künste. 2003 ernannte ihn die UNESCO zum Artist of the World. 2004 wurde ihm beim World Economic Forum in Davos der Crystal Prize verliehen. 2005 folgte der Polar Musik Preis der Königlich Schwedischen Akademie für Musik, 2006 der Herbert von Karajan-Preis. Im April 2007 erhielt er die höchste staatliche Auszeichnung Frankreichs, den Orden der Legion d´Honneur und im Mai 2007 wurde er Ehrenbürger von Sankt Petersburg.


„Bombenleger im Garten“ oder „konservativer Revolutionär“?

Arnold Schönbergs Streichquartette als Wegweiser in die Moderne.

Donnerstag, 18. September 2008 Brucknerhaus, Mittlerer Saal, 19.00 Uhr

Donnerstag, 25. September 2008 Brucknerhaus, Mittlerer Saal, 19.00 Uhr


Anna Maria Pammer
Artist in Residence, Präsentation und Sopran
aron quartett
ARNOLD SCHÖNBERG
Streichquartett
Erstes Streichquartett d-Moll op. 7
Zweites Quartett fis-Moll op. 10 für zwei Violinen, Viola, Violoncello und eine
Drittes Streichquartett op. 30
Fourth String Quartet op. 37

„Ich glaube, dass ein wirklicher Komponist Musik aus keinem anderen Grund schreibt, als weil es ihm Freude macht.“ Und Freude soll vor allem den Zuhörern nicht das „Wie“ eines Stückes machen, sondern das „Was“. Damit meint Arnold Schönberg, dass an die Stelle der Erkenntnis, „Wie es gemacht ist“, das „Was es ist“, treten soll. Schönberg eignete sich sein Können weitgehend als Autodidakt an. Bereits mit neun Jahren begann er, angeregt durch seinen eigenen Violinunterricht, für Streichinstrumente zu komponieren. Diese „Gewohnheit“ behielt er bis in sein amerikanisches Exil bei. So dokumentieren Schönbergs Kompositionen für Streichquartett seine stilistische Entwicklung über Jahrzehnte hinweg. Sie stehen exemplarisch für den geistesgeschichtlichen Aufruhr am Beginn des 20. Jahrhunderts und eignen sich daher gleichsam als „Einstiegsdroge“ für die Neue Musik.

„Artist in Residence“ Anna Maria Pammer und das aron quartett, alle seit Jahren ausgewiesene Schönberg-Kenner, ebnen den Weg und bringen das Multitalent Schönberg in seiner Zeit und seiner geistigen und künstlerischen Verwandtschaft mit Giganten wie Gustav Mahler, Stefan George, Wassily Kandinsky oder Sigmund Freud nahe.



Thomas Mandel  & The Temporary Art Orchestra

Freitag, 19. September 2008 Brucknerhaus, Mittlerer Saal, 19.30 Uhr
Thomas Mandel Gesamtleitung und Saxophon
Gerd Rahstorfer - Flügelhorn, Trompete Wolfgang Bründlinger - E-Gitarre Christian Wirth - 1.Violine  Marcus Wall - 2.Violine  Julian Gillesberger - Viola Stephan Punderlitschek - Violoncello
Wolfram Derschmidt - Kontrabass Marco Palewicz - Klavier, Syntheziser, DJing 
Engelbert Gagl - Pauke, Schlagwerk  Erwin Drescher – Schlagzeug
ANTON BRUCKNER
Symphonie V. improvised
Fassung für Jazzensemble

Bruckner war der Miles Davis des 19.Jahrhunderts, ein gefeierter Orgelvirtuose, der immer, wenn eine neue Orgel eingeweiht wurde, eingeladen war zu improvisieren.  Von Dresden bis London, von Wien bis Mailand war er unterwegs, um sein improvisatorisches Können zu demonstrieren. Bei diesen Konzerten testete er auch immer wieder Themen und Formales, das dann in seinen Symphonien zu Fixiertem wurde.
Der Linzer Komponist und  Saxofonist Thomas Mandel hat in der langjährigen Beschäftigung mit dem Symphoniker Bruckner gelernt, sich mit Respekt und gleichzeitiger Offenheit dem Meister zu nähern und das Zeitgemäße seiner Werke musikalisch transparent zu machen. In seiner musikalischen Übersetzung transformiert er mit dem Temporary Art Orchestra - elf Virtuosen aus dem Grenzbereich zwischen Klassik und Jazz - Bruckners V. Symphonie in die Musiksprache des 21.Jahrhunderts.

Thomas Mandl: Studium Saxophon (Klassik und Jazz) an der Universität für darstellende Kunst in Wien. Abschluss 1989 mit Auszeichnung. Von da an freischaffender Künstler mit Engagements beim Orchester der Vereinigten Bühnen, den Wiener Symphonikern, der Nouvelle Cousine Electric Bigband,  Gründungsmitglied Wiener Saxofonquartett, Blue Chip Orchester (mit Hubert Bognermayr, Gründer der Ars Electronica). Gegenwärtig liegt der Mittelpunkt des künstlerischen Schaffens bei zahlreichen Kompositionen und Auftragswerken für unterschiedliche Besetzungen (siehe Werkverzeichnis) in einem Personalstil zwischen Klassik und Jazz. Die augenblickliche Begeisterung gilt avantgardistischen Klavierkompositionen und modernen Walzerkompositionen.

Temporary Art Orchestra: Temporary bedeutet zeitweilig, ab und zu. Wie der Name schon ausdrückt, existiert dieses Orchester nur für spezielle Events, immer gruppiert um eine Streicherformation, die quer durch die musikalischen Stile in der Lage ist, auch moderne Rhythmen genauestens auszuführen.


Das Brucknerfest geht aus Land hinaus – Schloss Steyregg

Samstag, 20. September 2008 13:30 Treffpunkt Brucknerhaus, Restaurant Anklang
Günther Gradischnig Musikalische Leitung



Anton Bruckner Centrum Ansfelden

Donnerstag, 2. Oktober 2008 Anton Bruckner Centrum Ansfelden, 19.00 Uhr
Alfred Melichar, Bruno Würleitner Akkordeon
Martin Rummel Violoncello
Werke von Isang Yun, Helmut Rogl, Bearbeitung zweier Sätze (Scherzo und
Adago) des Streichquintetts F-Dur von
Anton Bruckner durch Wolfgang Mayer.


19.00 Uhr: Besichtigung Anton Bruckner Geburtshaus, 20.00 Uhr: Konzert ,
21.00 Uhr: Vernissage Lucas Drobny.

Erstmals ist ein Programmpunkt des Brucknerfestes 2008 in Ansfelden angesiedelt, im Geburtsort Anton Bruckners. Das Kulturreferat der Stadt Ansfelden, der Brucknerbund Ansfelden und die LIVA laden ein zu einem Konzert ins ABC - Anton Bruckner Centrum, mit den Akkordeonisten Alfred Melichar und Bruno Würleitner und dem Cellisten Martin Rummel.

Der in Ansfelden ansässige junge Komponist Wolfgang W. Mayer hat sich zweier Sätze des Streichquintetts in F-Dur von Anton Bruckner angenommen (dem Scherzo und dem Adagio) und eine Bearbeitung für zwei Akkordeons geschaffen, die eine neue Sichtweise auf dieses bedeutende kammermusikalische Werk eröffnet. Daneben werden noch weitere Werke von Isang Yun und Helmut Rogl zu Gehör gebracht. Als Bindeglied zwischen dem Konzert und der darauffolgenden Vernissage von Lucas Drobny [Auseinandersetzung mit Anton Bruckner in Skulpturen, Schmuckobjekten und Bildern] wird ein Werk von W. W. Mayer uraufgeführt, das gleichzeitig einen Bogen von der musikalischen Welt Bruckners zu Astor Piazzolla spannen soll, der zugleich die Eröffnung der Vernissage und den Schlusspunkt der musikalischen Darbietung darstellen soll.
Vor dem Konzert besteht die Möglichkeit, das dem ABC unmittelbar benachbarte Geburtshaus Anton Bruckners zu besichtigen. Für Konzertbesucher aus Linz wird beim Brucknerhaus Linz ein Shuttlebus zu Verfügung gestellt.
Veranstalter: ABC Ansfelden, Info: ABC
Centrum Ansfelden Tel. 07229/78333 oder office.abc@ansfelden.ooe.gv.at

 




 

 
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