Brucknerhaus Linz Titeltext-Grafik

Oktober 2008

Brucknerfest 2009 - Klassisch anders


24. Oktober 2008, 10 Uhr, Brucknerhaus, Restaurant Anklang

Brucknerfest 2009 - Klassisch anders         
13. September bis 05. Oktober 2008

Bildmaterial ( Bilder teilweise honorarpflichtig! )


Gesprächspartner:

Wolfgang Winkler – Künstlerischer Leiter LIVA/Brucknerhaus
Dr. Helmut Obermayr – Landesdirektor ORF OÖ Medienpartner BF09

Brucknerfest 2009 Klassisch anders           

13. September bis 5. Oktober 2009


Brucknerfest 2009 Klassisch anders      / AUGENMUSIK


13.09.
Feierliche Eröffnung, Klaus Prünster Komponist – nur auf Einladung –
13.09.
Bruckner Orchester Linz, Davies, Pammer, Azesberger, großer Saal
14.09.
Ensemble Oktavian, mittlerer Saal 
15.09.
Budapest Festival Orchester, Ivan Fischer, großer Saal
18.09.
Austrian Art Ensemble / Wim van Zutphen, ORF-Landesstudio
18.09.
Rudolf Lutz, Orgel, Stadtpfarrkirche
23.09.
Ohad Talmor Nonet, großer Saal
23.09.
Mathias Giesen, Orgel, Neuer Dom
25.09.
Bruckner Orchester Linz, Davies, Stiftsbasilika St. Florian
26.09.
Liebesliederwalzer, Bonney, Schaden, Donose, Holzer, großer Saal
27.09.
Haydn Oper, Bruckner Orchester Linz, Davies, großer Saal
28.09.
Anton Bruckner Quartett, mittlerer Saal
30.09.
Willibald Guggenmos, Orgel, Familienkirche Linz
30.09.
In Hora Mortis, Helmut Jasbar, Karl Markovics, mittlerer Saal
02.10.
Bruckner Orchester Linz, H. K. Gruber, großer Saal
03.10.
Wiener Singakademie, Stiftsbasilika St. Florian
05.10.
Wiener Philharmoniker, Zubin Mehta, großer Saal


Die Ausstellung Augenmusik begleitet das Brucknerfests 2009.

Die Veranstaltungstermine Posthof Linz,  Vest Traun und Orgelreise werden zu einem späteren Zeitpunkt  bekannt gegeben. 

Karten sind ab 17. November 2008 erhältlich!


Brucknerfest 2009 Klassisch anders


13. September bis 5. Oktober 2009


Im Kulturhauptstadtjahr 2009 präsentiert sich das Brucknerfest Linz zwischen 13. September und 5. Oktober „Klassisch anders“. Das Repertoire ist differenziert und vielseitig und spannt den Bogen von Klassik, Oper und Orgelmusik bis hin zum Jazz.
International erfolgreiche KünstlerInnen wie Barbara Bonney, Michael Schade, Wim van Zutphen sowie die Wiener Philharmoniker und das Budapest Philharmonic Orchester werden zu sehen und zu hören sein. Es dirigieren: Zubin Metha, Ivan Fischer und Dennis Russell Davies.

Brucknerfest 2009 AUGENMUSIK


Das Brucknerfest 2009 „Klassisch anders“ nimmt mit der Rehe Augenmusik direkt Bezug auf die ewig bestehende Wechselwirkung zwischen Klang und Bildhaftem. Mit der direkten Wirkungszusammenhang zwischen Bild und Ton, hat sich das Brucknerhaus schon immer intensiv auseinandergesetzt. Vor 30 Jahren zeigte die erste Linzer Klangwolke wie eine audio-visuelle Vereinigung umsetzbar ist. Die Klangwolke löste eine Faszination aus, die bis heute ungebrochen ist. Die Kooperation mit Futurelab der Ars Electronica ging noch einen Schritt weiter. Aufsehen erregende Aufführungen wie die 3D-visualisierte Umsetzungen von Richard Wagners „Rheingold“ und Strawinskys „Le Sacre du Printemps“ wurden zum internationalen Erfolg.


Brucknerfest 2009 Klassisch anders   


Feierliche Eröffnung

Sonntag, 13. September 2009, Brucknerhaus, Großer Saal, 10.30 Uhr


Brucknerfest Linz 2009 – Feierliche Eröffnung
Bruckner Orchester Linz
Dennis Russell Davies
Dirigent
Klaus Prünster 
Kompositionsauftrag
– nur auf Einladung –

Klaus Prünster / Sein Musikstudium absolvierte der in Feldkirch/Vorarlberg geborene Künstler am Konservatorium Bregenz und am Landeskonservatorium Feldkirch. Anfang der 1980er Jahre übersiedelte er von Vorarlberg nach Linz/Oberösterreich, wo er als Professor für Gitarre und Musik am Gymnasium Lentia unterrichtete.

Er gilt als Erfinder der „computerakustischen Rockmusik mit Erdenklängen“. Beim „Ars Electronica“-Festival entwickelte er seinen Stil erfolgreich weiter. Werke wie „Control Company“ oder die computerakustischen Sinfonie „Erdenklang“ mit dem Erfinder des Synthesizers Bob Moog, sowie bei der Aufführung der „Bergpredigt“ im Linzer Dom, fanden international Anerkennung.

Link: www.klauspruenster.com


Bruckner Orchester Linz                    AUGENMUSIK

Sonntag, 13. September 2009, Brucknerhaus, Großer Saal, 20.00 Uhr


Bruckner Orchester Linz
Dennis Russell Davies
Dirigent
Anna Maria Pammer
Sopran
Kurt Azesberger
Tenor
Robert Holzer
Bass

J. Haydn:
Die Schöpfung Hob XXI:2

Das Eröffnungskonzert verbunden mit der Klassischen Linzer Klangwolke wird in Bild und Ton in den Linzer Donaupark übertragen.

Anna Maria Pammer
/ Seit Herbst 2007 bis Sommer 2010 ist Anna Maria Pammer Artist in Residence am Brucknerhaus in Linz. In dieser Funktion wird sie ca. 15 Konzertprojekte mit verschiedenen thematischen Schwerpunkten realisieren. Den Auftakt im Oktober 2007 machte die Uraufführung von Balduin Sulzers abend-füllender Vertonung von Ludwig Wittgensteins Tractatus logico-philosophicus für Sopran-solo.

Anna Maria Pammer absolvierte das Linzer Musikgymnasium und studierte an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien Gesang, Violoncello, Lied und Oratorium sowie Musikdramatische Darstellung. Anschließend war sie Mitglied des Internationalen Opernstudios des Opernhauses Zürich.  Sie besuchte Meisterkurse bei Walter Berry und Sena Jurinac und arbeitete wiederholt mit Elisabeth Schwarzkopf.

Nach einem Gastspiel beim 6. Kawaminami Mozart Fest in Japan, in dessen Rahmen Anna Maria Pammer auch eine Masterclass mit einem Schwerpunkt Deutsches Lied gab, begann das Jahr 2007 mit Aufführungen von György Kurtágs Messages of the late R. V: Troussova op. 17 mit dem Spectra Ensemble unter Filip Rathé in Antwerpen und Gent sowie Liederabenden in Österreich (Linz, Wien) und den USA (Washington).

Kurt Azesberger
/ erhielt seine erste Musikausbildung als Altsolist bei den Sängerknaben des Stiftes St. Florian, sein Gesangsstudium absolvierte er bei Hilde Rössl-Majdan, Kurt Equiluz und Peter Schreier.
Kurt Azesbergers internationale Konzerttätigkeit führte ihn in die großen europäischen Musikzentren, wo er sich vor allem als Evangelist in den Bach-PASSIONEN einen Namen gemacht hat; diesen sang er bei den Salzburger Festspielen, beim Osterklang Wien, im Concertgebouw Amsterdam, in Den Haag, in der Royal Festival Hall London, in Prag, im Musikverein und im Konzerthaus Wien, in Tel Aviv, Berlin, Mailand, Luzern, Paris etc. unter so namhaften Dirigenten wie R. Frühbeck de Burgos, F. Welser-Möst, R. Chailly, M. Gielen, K. Masur und N. Harnoncourt.
Robert Holzer / studierte an der Bruckneruniversität Linz bei Prof. Schulz und am Mozarteum Salzburg bei Prof. Knoll. Seine Karriere begann mit einem ersten Preis beim österreichischen Bundesjugendwettbewerb und dem Debüt an der Wiener Kammeroper. Danach war er Ensemblemitglied am Stadttheater Bern und es folgten zahlreiche internationale Gastverträge. 1991 debütierte er an der Wiener Staatsoper und von 1996 – 2000 war er als erster seriöser Bass am Nationaltheater Mannheim tätig.

Ensemble Oktavian

Montag, 14. September 2009, Brucknerhaus, Mittlerer Saal, 19.30 Uhr


E.L. Leitner:
Auftragswerk des Brucknerhauses
J. Haydn:
Die Schöpfung (Bearbeitung von G. Druschetzky)

Ensemble Octavian
/ Acht Holzbläser des Bruckner Orchesters Linz gründeten 2006 das OKTAVIAN Ensemble, um sowohl die klassische als auch die moderne Literatur dieser Besetzung aufzuführen.

Das Repertoire umfasst, ausgehend von der klassischen Oktett Besetzung, alle Werke für Harmoniemusik von W.A. Mozart bis zu Auftragskompositionen zeitgenössischer Komponisten.

Der typisch österreichische Klangstil der Holzbläser wird durch das Oktavian Ensembles erhalten.

Budapest Festival Orchester

Dienstag, 15. September 2009, Brucknerhaus, Großer Saal, 19.30 Uhr

Budapest Festival Orchester

Ivan Fischer
Dirigent
Giovanni Sollima,
Violoncello

Giovanni Sollima:
Cellokonzert (ÖEA)
Gustav Mahler:
Symphonie Nr. 6 a-Moll

Ivan Fischer
/ Nach dem Erfolg beim Dirigentenwettbewerb der Rupert Foundation in London im Jahr 1976 begann seine internationale Karriere: er wurde von den meisten englischen Orchestern eingeladen und war regelmäßig Gastdirigent beim BBC Symphony Orchestra und dem London Symphony Orchestra. Dieses dirigierte er 1982 auf einer Welttournee. Es folgten Gastdirigate in zahlreichen Ländern: in den USA debutierte er 1983 mit dem Los Angeles Philharmonic Orchestra. Im selben Jahr kehrte Fischer nach Budapest zurück und gründete zusammen mit dem Pianisten Zoltán Kocsis das Budapest Festival Orchestra und ist seit über 20 Jahren dessen musikalischer Direktor.

2003 erklärte das Kulturministerium von Ungarn das Budapest Festival Orchester als nationale Institution. Das Konzept des Mitbegründers Iván Fischer war aufgegangen: Er hatte seit der Gründung des Ensembles 1983 als Chefdirigent bis heute immer auf höchste Qualität in der Aufführungspraxis gesetzt.

Giovanni Sollima
/ Entstammt einer angesehenen Musikerfamilie. Sein Vater, Eliodoro Sollima) unterrichtete als Pianist und Komponist am Konservatorium Palermo. Bei ihm erhielt Giovanni seinen ersten Kompositionsunterricht. Nach Cello-studien am Konservatorium Palermo studierte G. Sollima an der Musik-hochschule Stuttgart Violoncello und Komposition. Milko Kelemen sagte über seinen Schüler: „So ein Talent gibt es nur einmal in hundert Jahren.“

Mit seiner Schwester, der Pianistin Donatella Sollima bildete er ein erfolgreiches Duo. 1983 wurde das Sollima-Ensemble zusammen mit dem Flötisten Luigi Sollima gegründet. Inzwischen tritt Giovanni Sollima hauptsächlich als Interpret eigener Wer-ke an die Öffentlichkeit. Regelmäßig arbeitet er mit dem namhaften Minimalisten Phil Glass zusammen. Neben minimalistischen Einflüssen sind es vor allem tief empfun-dene Wurzeln in der Kultur seiner Heimat, die seinen originären, unverwechselbaren
Kompositionsstil geprägt haben. Die Verwendung von elektronischen Effekten in Ver-bindung mit seinem Cellospiel geben seinen Konzerten ein eigenes Flair.

Austrian Art Ensemble / Wim van Zutphen    AUGENMUSIK

Freitag, 18. September 2009, ORF-Landesstudio, 19.30 Uhr


Austrian Art Ensemble
Wim van Zutphen

lost brains
Der enthauptete Haydn
Nach einem Text von Gert Jonke

Wim van Zutphen
/ Geboren 1950 in Wageningen/Niederlande. Von 1968 bis 1974 studierte er Klavier, Dirigieren und Elektronische Musik in Utrecht, anschließ-end bis 1976 Jazzkomposition und Jazzarrangement an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Graz, an der er seit 1976 unterrichtet.

1980 gründete Wim van Zutphen das Austrian Art Ensemble, als dessen künstlerischer Leiter er seither tätig ist. Wim van Zutphen nimmt als Pianist und Dirigent an zahlreichen Festivals teil, z.B. in Berlin, Edinburgh, Dubrovnik, Köln, Wiener Festwochen, Biennale Zagreb, Steirischer Herbst u.a..

Das Austrian Art Ensemble
/ wurde von Wim van Zutphen mit dem Ziel gegründet, der Musik des 20. Jahrhunderts einen ständigen Platz in den Konzertpro-grammen der Stadt Graz und des Landes Steiermark einzuräumen. Waren es ursprünglich ausschließlich Musiktheaterwerke in kammermusikalischen Besetz-ungen wurden im Laufe der Jahre zunehmend instrumentale Konzertprogramme aufgenommen. Das Ensemble versucht in seinen Programmen Querverbindungen zwischen der Musik des 20. Jahrhunderts und der früherer Epochen aufzuzeigen. Das Austrian Art Ensemble konzertierte u.a. in Östereich, Deutschland, Ungarn, Israel, Italien, Niederlande, Norwegen, Südostasien.


Orgelkonzert

Freitag, 18. September 2009, Stadtpfarrkirche 19.30 Uhr


Rudolf Lutz
Orgel

Felix Mendelssohn Bartholdy, Johann Sebastian Bach und Improvisationen

Rudolf Lutz
/ Rudolf Lutz ist Dozent für Improvisation an der Hochschule für Alte Musik „Schola Cantorum Basiliensis“ und für Generalbass an der Hochschule für Musik in Basel.  In St. Gallen ist Rudolf Lutz seit 1973 Organist der evangelischen Stadtkirche St. Laurenzen. Er leitet seit 1986 den Bach-Chor St. Gallen und das St. Galler Kammerensemble.

2006 wurde Rudolf Lutz zum künstlerischen Leiter der Bach-Stiftung St. Gallen berufen. Diese Stiftung hat sich zum Ziel gesetzt, das gesamte Vokalwerk Johann Sebastian Bachs zur Aufführung zu bringen. In Konzerten und Workshops ist er ein gefragter Spezialist für historische Improvisationspraxis. Als Experte für historische Improvisationspraxis hält Lutz Seminare, gibt Konzerte und hat Aufnahmen für Radio DRS und den Südwestrundfunk eingespielt.

Jazzversion

Mittwoch, 23. September 2009, Brucknerhaus,  Großer Saal, 19.30 Uhr


The Other Quartet
(USA)
Spring String Quartet
(AUT)
Judith Berkson
Vocals, Keyboards (USA)
 
The Other Quartet
/ 1996 in New York City gegründet hat sich das Other Quartet auf einen Jazzstil spezialisiert der sich zwischen Improvisation und Komposition bewegt und dabei immer aufregend und frisch ist. Die Band von Ohad Talmor (Tenor und Sopran Saxophon), Russ Johnson (Trombete), Jim Hershman (Gitarre) und Michael Sarin (Drums und Perkussion)  spielt Eigenkompositionen wie auch Überarbeitungen von Stücken von Stravinsky, Anton Bruckner und Elliot Carter. The Other Quartet ist ein einer Linie mit Künstler wie John Zorn, Marc Ribot und the Jazz Passengers zu sehen.

“Fantastic that is a great pleasure for me”, das waren die Worte von Ohad Talmor als er den Kompositionsauftrag für die Neuadaptierung der Bruckner f-Moll Messe bekam. Eine Messe neu zu definieren braucht ein großes Maß an Offenheit und Respekt. So wird Bruckner auch dieses Jahr neu „auferstehen“.

Spring String Quartet
/ Spätestens seit der Zusammenarbeit mit der Jazzlegende Lee Konitz zählt das Spring String Quartet, vier Musiker aus Linz und Wien, zu den führenden Jazz-Rock- Streichquartetten Europas. Im April 2007 feierte das Spring String Quartet ihr 10-jähriges Jubiläum mit einem Konzert im ausverkauften Linzer Brucknerhaus. Highlight des Jahres: Auftritt in der Carnegie Hall - New York am 25. Juni 2007.

"Das SPRING STRING QUARTET ist das einzige österreichische Streichquartett, das fiddeln, tanzen, singen kann, die vertracktesten Rhythmuskombinationen groovig erfasst und die schneidensten Zusammenklänge feinst austariert."
(Irene Suchy, ORF)
 
Judith Berkson
/ Die Komponistin, Vocalisitin und Pianistin, aus Brooklyn New York hat vergangenes Jahr mit ihrem Soloalbum Lulu für Aufregung gesorgt. Führende US-Jazzmagazine streuen der jungen Dame für ihre Mischung aus Jazz, Osteuropäische Volkslieder und Kammermusik, Rosen. Mühelos verbindet sie Schuhmann, Schönberg mit Jazzfragmenten.

Link   www.ohadtalmor.com / www.ssq.at / http://judithberkson.com/


Orgelkonzert                            AUGENMUSIK

Mittwoch, 23. September 2009, Neuer Dom, 19.30 Uhr


Matthias Giesen

Lichtprojektionen Ingo Kelp

O. Messiaen: Meditations sur le mystère de la Sainte Trinite

Matthias Giesen
/ stammt aus Boppard/Rhein. Nach dem Abitur studierte er an den Musikhochschulen in Köln und Stuttgart Kirchenmusik, Orgel, Musiktheorie sowie Musikpädagogik. Vertiefende musiktheoretische Studien führten ihn 1999 an die Universität für Musik in Wien, wo er bei Prof. Dr. Martin Eybl den Lehrgang Tonsatz nach Heinrich Schenker absolvierte. Zahlreiche Kurse bei namhaften Organisten wie Marie-Claire Alain, Guy Bovet, Lorenzo Ghielmi, Jean-Claude Zehnder, Michael Radulescu u.a. rundeten seine Ausbildung ab. 1998 gewann er den 1. Preis beim Orgelwettbewerb der Fachakademie Bayreuth. 1999 wirkte er als Kantor an St. Elisabeth in Köln-Pesch, bevor er im August desselben Jahres als Stiftsorganist sowie später als Stiftskapellmeister an das Augustiner-Chorherrenstift St. Florian/Oberösterreich (Bruckner-Orgel) berufen wurde.

Bruckner Orchester Linz

Freitag, 25. September 2009, Stiftsbasilika St. Florian, 19.30 Uhr


Bruckner Orchester Linz
Dennis Russell Davies
Dirigent

A. Bruckner:
Symphonie Nr. 9 d-Moll WAB 109 mit Finalsatz von Heinz Winbeck

Als besonderen Service für unsere Konzertbesucherbieten wir einen Kultur-Shuttlebus nach St. Florian an. Preis € 5,-- hin und retour.

Heinz Winbeck
/ Bis vor wenigen Jahren noch kannten Heinz Winbeck nur Eingeweihte als eigenbrötlerischen Bayern, der sich kaum in irgendeine Stilschublade einordnen ließ. Seit 1984 aber, seit der Uraufführung seiner "Ersten Sinfonie", die im Jahr darauf in einer Neufassung abermals Aufsehen erregte, waren plötzlich viele hellhörig und neugierig geworden. Bald folgten die "Zweite Sinfonie" für Saarbrücken und die "Dritte" für München: da musste die Musikwelt plötzlich  wahrnehmen, dass sie bisher einen bedeutenden, wichtigen, ganz und gar unorthodoxen Komponisten übersehen hatte.

Winbecks Partituren sind schwer in irgendeiner "Schule" unterzubringen, sie ordnen sich keinen Dogmen unter, keiner Stilrichtung. Er erlaubt sich, ein subjektiver Komponist zu sein. Mit großem Ungestüm und ebensoviel Sensibilität begibt er sich als ganz und gar heutiger Mensch in den Bannkreis der Musik früherer Zeiten - "die Nähe zu den Werken der Vergangenheit passiert mir nicht, ich stelle bewusst her".
 

Liebesliederwalzer

Samstag, 26. September 2009, Brucknerhaus, Großer Saal, 19.30 Uhr


Barbara Bonney
Sopran
Ruxandra Donose
Mezzo
Michael Schade
Tenor
Robert Holzer
Bass
Thomas Kerbl
Klavier

J. Brahms: Liebesliederwalzer op. 52

Barbara Bonney
/ ist eine amerikanische Sopranistin mit Wohnsitz in Salzburg. Sie studierte Gesang in Kanada sowie bei Walter Raninger am Mozarteum in Salzburg. Ihr erstes Instrument war das Cello, erst in Salzburg wechselte sie zum Gesang.
1979 wurde sie Ensemblemitglied an der Darmstädter Oper, wo sie in ihrer erste Solorolle als Anna in Die Lustigen Weiber von Windsor auftrat. Viele weitere Rollen folgten. In den Folgejahren trat sie an der Oper Frankfurt, der Hamburgischen Staatsoper und der Bayerischen Staatsoper in München auf. 1984 stand sie an Covent Garden als Sophie auf der Bühne. 1985 feierte sie ihr Debüt an der Mailänder Scala als Pamina. Ihre erste Rolle an der Metropolitan Opera in New York war im März 1988 die Najade in Richard Strauss' Ariadne auf Naxos. Viele weitere Engagements folgten.

Bonney ist bekannt für ihren klaren, "strahlenden" lyrischen Sopran. Auf der Opernbühne gehören u.a. die Sophie im Rosenkavalier, die Susanna in Le Nozze di Figaro und die Pamina in der Zauberflöte zu ihren Paraderollen. Ihre Diskographie
umfasst über 90 Aufnahmen, darunter 15 Solo-CDs. Einem größeren nicht-klassischen Publikum wurde sie 2001 durch den Soundtrack zu Steven Spielbergs Sciencefiction-Film A.I. - Künstliche Intelligenz (Musik: John Williams) bekannt.

Ruxandra Donose
/ Die Mezzosopranistin studierte in ihrer Heimatstadt Bukarest und gewann im Jahr 1990 den ARD-Musikwettbewerb im Fach Gesang. Nach Festengagements in Constanta, Basel und Wien feierte sie Erfolge an verschiedenen internationalen Opernhäusern wie dem Royal Opera House Covent Garden in London der Metropolitan Opera in New York [oder dem Glyndebourne Festival. An der Deutschen Oper Berlin, wo sie 1997 debütierte, gestaltete sie 2007/08 bereits mit großem Erfolg die Partie der Elena/LA DONNA DEL LAGO.

Michael Schade
/ Der deutsch-kanadische Tenor Michael Schade hat sich innerhalb kurzer Zeit zu einem der international erfolgreichsten Sänger seiner Generation entwickelt, der mittlerweile regelmäßig von Opernhäusern und Konzertsälen rund um den Globus eingeladen wird.

Eine sehr enge Zusammenarbeit verbindet Michael Schade mit der Wiener Staatsoper, wohin er in der Saison 2007/08 in einer Neuproduktion von CAPRICCIO als Flamand sowie als Matteo/ARABELLA und Tamino/DIE ZAUBERFLÖTE zurück kehrt und mit der er in einem Gastspiel der Wiener Staatsoper in Luxembourg als Don Ottavio/DON GIOVANNI zu sehen ist. Partien, mit denen der Künstler in allen Opernmetropolen der Welt mit großem Erfolg gastiert.
 
Höhepunkte der vergangenen Saisonen waren außerdem Auftritte an der Metropolitan Opera als Don Ottavio, Almaviva und Tamino. Des weiteren war er in Los Angeles als Tamino, in San Francisco als David und in Toronto in den Titelrollen von OEDIPUS REX und IDOMENEO sowie als Nemorino zu erleben. In Edinburgh sang er OEDIPUS REX, in Paris COSÌ FAN TUTTE, in Dresden IDOMENEO und in London DON GIOVANNI. Sein fulminantes Debut in Japan gab der Künstler beim Gastspiel der Wiener Staatsoper im Oktober 2004, bei dem er von Publikum und Presse als Don Ottavio hoch gefeiert wurde. Bei den Salzburger Festspielen stand der Künstler in den letzten Jahren in Neuproduktionen von Mozarts LA CLEMENZA DI TITO, Purcells KING ARTHUR und Mozarts ZAUBERFLÖTE auf der Bühne und ist im Sommer 2007 als Rinaldo/ARMIDA zu erleben.

Robert Holzer / studierte an der Bruckneruniversität Linz bei Prof. Schulz und am Mozarteum Salzburg bei Prof. Knoll. Seine Karriere begann mit einem ersten Preis beim Bundesjugendwettbewerb von Österreich und seinem Debüt an der Wiener Kammeroper. Danach war er Ensemblemitglied am Stadttheater Bern und es folgten zahlreiche internationale Gastverträge. 1991 debitierte er an der Wiener Staatsoper und von 1996 – 2000 war er als erster seriöser Bass am Nationaltheater Mannheim tätig. Sein Repertoire umfasst die führenden Rollen im italienischen und deutschen Fach.

Thomas Kerbl
/ Die Karriere des Dirigenten Thomas Kerbl begann bereits früh am Klavier. Parallel zu seinem Klavierstudium am Brucknerkonservatorium, das er damals jüngster Kandidat mit 17 Jahren abschloss startete er eine umfangreiche Konzerttätigkeit als Solist und Liedbegleiter. Am ehemaligen Brucknerkonservatorium wurde ihm mit 27 Jahren die Leitung der Lied-Oratoriumklasse anvertraut. Die Anton Bruckner Privatuniversität Linz ernannte ihn 2005 zum Direktor des „Institutes für Gesang und Stimme“; zudem leitet er beide Masterstudienrichtungen; jene für „Lied und Oratorium“ und das neue „Opernstudio“.

Il Mondo Della Luna / Oper von Josef Haydn      AUGENMUSIK

Sonntag, 27. September 2009, Brucknerhaus, Großer Saal, 17.00 Uhr


Bruckner Orchester Linz

Musik Joseph Haydn
Dramma giocoso in 3 Akten
Libretto Carlo Goldoni
Erstaufführung in Esterháza am 3. August 1777.

Il mondo della luna / Die Welt auf dem Monde
Haydns siebente italienische Oper, „Il mondo della luna“ (Die Welt auf dem Monde) wurde 1777 für die Hochzeit des zweiten Sohnes des Fürsten Nikolaus I., des „Prachtliebenden“, Graf Nikolaus, mit der Gräfin Anna Maria Weißenwolf, einer Nichte der Fürstin, komponiert. Die Uraufführung fand im Rahmen der Hochzeitsfeierlichkeiten am 3. August des Jahres auf Schloß Eszterháza statt.

„Il mondo della luna“ ist nach „Lo speziale“ (1768) und „Le pescatrici“ (1769) bereits das dritte Textbuch Carlo Goldonis, des neben Carlo Gozzi wohl bedeutendsten italienischen Bühnenschriftstellers dieser Zeit, das Haydn für die Eszterházaer Bühne vertonte. Genauso wie in den beiden anderen Fällen stand Haydn dieses Textbuch aus zweiter Hand zur Verfügung. Die ursprüngliche Fassung Goldonis war zum ersten Mal 1750 von Baldassare Galuppi in Venedig vertont worden und hatte mit mehr oder weniger großen Änderungen schon mehreren Komponisten vor Haydn als Libretto gedient, darunter Giovanni Paisiello (Neapel 1774) und Gennaro Astaritta (Venedig 1775). Der unbekannte Bearbeiter des Librettos folgte dem Goldonischen Original bis vor das Finale des zweiten Aktes und verwendete dann die Fassung der Oper Astarittas.

„Il mondo della luna“ entspricht der Mischform einer sog. Opera semiseria, einer „halbernsten“ Oper, die im Rahmen einer eigentlich „heiteren“ Buffo-Handlung massive „ernste“ Elemente aufweist. (Darauf deutet auch schon die Genrebezeich-nung „Dramma giocoso“, heiteres Drama, hin.) Diesem Schema sind die handelnden Personen des Librettos einzeln zuzuordnen: Nur Buonafede, Cecco und Lisetta stellen reine Buffo-Figuren dar, Clarice und Ecclitico nehmen an beiden Sphären teil, Ernesto und Flaminia sind durchwegs ernste Rollen. (Der Bearbeiter hat, in den Kategorien der Operngenres betrachtet, einen Stilbruch begangen, wenn er Ernesto und Flaminia am Ende des II: Aktes in die alberne Mondsprache miteinstimmen läßt.)

Haydns Vertonung hält sich in den Grundzügen an diese Rollenverteilung, wobei aber, wie bei Haydn oft, stets ein starker Trend zur „ernsten“ Seite hin zu spüren ist. Manche zusammengesetzten Ensemble-Stücke sind im rasanten Buffo-Stil gehalten und haben einen „ernsten“ Abschnitt. Ernestos feierliche Arie „Qualche volta non fa male“ mit ihren abwechselnden Moll- und Durteilen übersteigt in ihrem musikalischen Gehalt den Text bei weitem: Haydn hat sie 1782 zum Benedictus der Mariazeller Messe (Chor mit Soloquartett) umgestaltet. Glanzpunkte der Vertonung sind die prächtige Ouvertüre, die Haydn dem 1. Satz der Symphonie Nr. 63, „La Roxelane“ zu Grunde legte, und Lisettas Arie „Una donna come me“, eine der vielleicht schönsten Ausgestaltungen des vierteiligen Typs in abwechselnd gerader und ungerader Taktart. In seiner Arie „Che mondo amabile“ flötet Buonafede mit dem Mund und konzertiert mit acht Blasinstrumenten: Sie gehört mit in das Ensemble der Arien und kleinen Instrumentalstücke, die hauptsächlich der Vorspiegelung der Welt auf dem Monde dienen.


Anton Bruckner Quartett

Montag, 28. September 2009, Brucknerhaus, Mittlerer Saal, 19.30 Uhr


A. Bruckner: Streichquartett c-Moll
J. Haydn

Anton Bruckner Quartett
Heinz Haunold,
1. Violine
Mario Seriakov,
2. Violine
Walter Haas,
Viola
Stefan Tittgen,
Violoncello

Anton Bruckner Quartett
/ Gegründet wurde das Anton Bruckner Quartett von den vier Solostreichern des Bruckner Orchesters Linz – Heinz Haunold, Mario Seriakov, Walter Haas und Stefan Tittgen. Mit einem erfolgreichen Debüt im Brucknerhaus Linz legte das Quartett den Grundstein für eine bemerkenswerte Konzerttätigkeit, die nicht nur durch einen eigenen Kammermusikzyklus im Brucknerhaus belegt wird, sondern den vier Musikern auch national und international die ihnen gebührende Anerkennung brachte. Viele namhafte und bekannte Musiker arbeiten gerne mit dem Quartett zusammen, zahlreiche Rundfunk- und CD-Aufnahmen (bei Camerata Tokyo) unterstreichen zusätzlich die qualitätvolle Arbeit des Ensembles.


Orgelkonzert

Mittwoch, 30. September 2009, Familienkirche Linz, 19.30 Uhr


Willibald Guggenmos
Jehan Alain, Maurice Durufle, Ad Wammes, Andreas Willscher

Willibald Guggenmos
/ Seine erste feste Anstellung als Organist erhielt er bereits im Alter von 10 Jahren. Das musikalische Studium absolvierte er an den Hochschulen für Musik in Augsburg und München. Von 1984 bis 2001 war er Organist an der St. Martinskirche in Wangen/Allgäu.

Im Jahre 1985 spielte er das gesamte Orgelwerk von Johann Sebastian Bach in 11 Konzerten. In den folgenden Jahren folgten Gesamtaufführungen der Werke von César Franck, Léon Boëllmann, Franz Liszt, Felix Mendelssohn-Bartholdy, Wolfgang Amadeus Mozart, Johannes Brahms, Maurice Duruflé, Johann Gustav Eduard Stehle, sowie den großen Orgelwerken von Max Reger und Marcel Dupré.
 
Seine besondere Vorliebe gilt dem Studium  Orgelwerke zeitgenössischer Komponisten. Zahlreiche, ihm gewidmete Werke wurden in ganz Europa uraufgeführt.

Von 2001-2004 war er als Kirchenmusiker und Organist am Dom "Zu unserer lieben Frau" in München tätig. Seit 2004 ist Willibald Guggenmos Domorganist an der Kathedrale in St. Gallen. Neben seinen liturgischen Verpflichtungen ist er dort künstlerischer Leiter der "Internationalen Domorgelkonzerte" und Dozent für Orgelspiel an der Musikakademie.

Link  www.willibald-guggenmos.de

In hora mortis (UA)

Mittwoch, 30. September 2009, Brucknerhaus, Mittlerer Saal, 19.30 Uhr


Installation für Streichquintett, Sprecher Karl Markovics und Surround Elektronik von Helmut Jasbar. Anlässlich des 20. Todestages von Thomas Bernhard 2009

In hora mortis
/ "Nur Wenige denken bei der Erwähnung des Namens „Thomas Bernhard“ an den Lyriker. In die Literaturgeschichte eingeschrieben hat er sich als zorniger Spötter, dessen bitterer Sarkasmus von Zynismus ununterscheidbar ist. Umso überraschender der Eindruck, den das Lesen von Thomas Bernhards Gedichtzyklus „In hora mortis“ (1958 - Otto Müller Verlag) hinterlässt. Der Titel ist dem Ave Maria entnommen und beschwört die Todesstunde und die letzten Äußerungen eines Sterbenden. Dabei handelt es sich um 20 gebetsartige Gedichte, deren erste Zeile lautet: „Wild wächst die Blume meines Zornes“. Beinahe fühlt man sich genötigt, den schmalen Band ungelesen wieder beiseite zu legen, so intim, so bohrend und verzweifelt drängen uns die Verse entgegen. Unwillkürlich bewundert man den Mut, dessen es bedurft haben muss, „In hora mortis“ zu veröffentlichen, entspricht seine Inbrunst doch ganz und gar nicht dem (auch von Bernhard selber gepflegten) Image des Weltverächters. Ändert sich unser Bild von Bernhard durchdas Lesen seiner Lyrik? War er im Kern seines Wesens ein verletzter Mensch, der Gott insgeheim anflehte? Ich weiß es nicht, aber ich vermute, dass er wie alle Zeitgenossen auch diese seelische Möglichkeit in sich getragen hat. Meine Komposition „In hora mortis“ will gemeinsam mit den wunderbaren Musikern und der einfühlsamen Performance von Karl Markovics diese Erschütterung auf zeitgemäße Weise aufgreifen."  
Jasbar, Wien, 13.02.08

Helmut Jasbar
/ lebt in Wien und arbeitet als Musiker, Komponist und Autor seit vielen Jahren an einem sich zusehends breiter fächernden Spektrum musikalischer Ausdrucksmöglichkeiten, die auch die Reflexion von Kultur und ihrer Vermittlung einbeziehen. Dazu gehört sowohl die Initiierung des „Pasticcio Preises" für den Radiosender Österreich 1 als auch das „Wiener Gitarrenfestival", das er für das Wiener Radiokulturhaus als künstlerischer Leiter betreut. Nach seiner Ausbild-ung zum klassischen Gitarristen, Lehrer und Komponisten u.a. an der Musikhoch-schule Köln, die er mit Auszeichnung 1989 beendete, konnte er sich international etablieren. Für den Ö1 gestaltet und moderiert er Sendungen, dieich mit Musik, aber auch mit anderen gesellschaftlichen Anliegen aus dem Bereich der Geschichte und der Kultur beschäftigen.

H. K. Gruber / Bruckner Orchester Linz

Freitag, 2. Oktober 2009, Brucknerhaus, Großer Saal, 19.30 Uhr


Heinz Karl Gruber
Dirigent
Hakan Hardenberger
Trompete

H.K. Gruber: Hidden Agenda (UA der Linzer Fassung)
H.K. Gruber: “Busking” concert for trumpet and string orchestra (ÖEA)
Ch. Ives: Three Places in New England
J. Adams: My Father Knew Charles Ives

Hidden Agenda ist ein Auftragswerk der LIVA gemeinsam mit dem Festival Luzern.

H. K. Gruber
/ Der 1943 in Wien geborene HK Gruber gehörte als Kind den Wiener Sängerknaben an; später studierte er an der Wiener Hochschule für Musik Komposition bei Erwin Ratz und Gottfried von Einem, Musiktheorie bei Hanns Jelinek und Kontrabass bei Ludwig Streicher. Von 1961 an spielte er Kontrabass im Ensemble die Reihe; 1969 wurde er Mitglied des ORF-Symphonieorchesters. Seit
1997 widmet sich Gruber dem Komponieren, Dirigieren und Auftritten als Chansonnier.

Besonders bekannt wurde Gruber durch seine Konzerte, darunter Aerial für den Trompeter Håkan Hardenberger, das seit seiner Uraufführung 1999 über 25 mal gespielt wurde; zwei Konzerte für den Geiger Ernst Kovacic; das für Yo-Yo Ma geschriebene Cellokonzert, dessen Uraufführung 1989 in Tanglewood stattfand; sowie das Schlagzeugkonzert Rough Music (Raue Töne), das zum Repertoire von Evelyn Glennie gehört. Zu Grubers Bühnenwerken zählen die apokalyptische Oper Gomorra, die die Wiener Volksoper 1993 präsentierte.

Als gefragter Komponist, Dirigent und Kabarettkünstler ist Gruber viel unterwegs. Er übernimmt regelmäßig die Rolle des Chansonniers in Frankenstein!! in international-en Aufführungen; zu seinem Bühnenrepertoire gehört auch Schönbergs Pierrot Lunaire, Maxwell Davies’ Eight Songs for a Mad King sowie Werke von Kagel. 1987 trat er beim Almeida Festival auf, außerdem war er einer der Organisatoren der Reihe Alternative Vienna, die 1993 vom Londoner Philharmonieorchester und dem South Bank Centre veranstaltet wurde. Aus seiner engen Zusammenarbeit mit dem Frankfurter Ensemble Modern ging eine Reihe umjubelter Konzerte, Operninszenier-ungen und Aufnahmen hervor, und als Dirigent gastiert Gruber regelmäßig bei den führenden Orchestern, Ensembles und Musikfestivals der Welt.

Hakan Hardenberger
/ Der Schwede gilt als profilierter und führender Trompeten-Solist seiner Generation. Durch sein Spiel inspirierte er Komponisten wie die Österreicher HK Gruber und Kurt Schwertsik zu neuen Kompositionen, letzteren zu Divertimento macchiato (2007).

Link  www.hakanhardenberger.com


Wiener Singakademie

Ambassade Orchester Wien

Samstag, 3. Oktober 2009, Stiftsbasilika St. Florian, 19.30 Uhr


Wiener Singakademie
Ambassade Orchester Wien

Heinz Ferlesch
Dirigent (A. Bruckner)
Julian Gillesberger
Dirigent (F. Schubert)
Ellen van Lier
Sopran
Michaela Selinger
Alt
Herbert Lippert
Tenor
Markus Miesenberger
Tenor
Robert Holl
Bass

Gedenkkonzert für Prof. Dr. Hans Gillesberger (1909-1986)

A. Bruckner: Os justi, Virga Jesse, Tantum Ergo, Ave Maria
F. Schubert: Messe Es-Dur D 950

Hans Gillesberger
/ (* 29. November 1909 in Ebensee, Oberösterreich; † 4. März 1986 in Wien) war ein österreichischer Chorleiter. Gillesberger war von 1942 bis 1945 Kapellmeister der Wiener Sängerknaben, dann stellvertretender Chordirektor der Wiener Staatsoper. Ab 1961 lehrte er als Professor an der Wiener Musikhochschule, ab 1965 war er künstlerischer Leiter der Wiener Sängerknaben. Er galt als einer der bedeutendsten Chorleiter der Nachkriegszeit. Er wurde auf dem Wiener Zentralfriedhof in einem Ehrengrab der Stadt Wien bestattet.

Wiener Singakademie
/ Seit 150 Jahren ist die Wiener Singakademie wesentlicher Bestandteil des Wiener Musik- und Kulturlebens. Von seiner Gründung an bis heute hat der Chor mit den bedeutendsten Dirigenten zusammengearbeitet und zählte herausragende Persönlichkeiten der Musikgeschichte wie Johannes Brahms und Bruno Walter zu seinen künstlerischen Leitern. Die Liste der musikalischen Partner liest sich wie das Who's who der Musikgeschichte des 20. Jahrhunderts: So verband bzw. verbindet den Chor eine fruchtbare Zusammenarbeit mit Persönlichkeiten wie Claudio Abbado, Karl Böhm, Sergiu Celibidache, Wilhelm Furtwängler, Sir John Eliot Gardiner, Edvard Grieg, Lorin Maazel, Sir Roger Norrington, Georges Prêtre, Sir Simon Rattle, Sir Georg Solti, Richard Strauss, Christian Thielemann, Anton von Webern, Franz Welser-Möst, Simone Young und mit vielen anderen großen Künstlern.

Wiener Philharmoniker / Zubin Mehta

Montag, 5. Oktober 2009, Brucknerhaus, Großer Saal, 19.30 Uhr


Wiener Philharmoniker
Zubin Mehta
Dirigent

B. Bartok: Konzert für Orchester
J. Brahms: Symphonie Nr. 4  e-Moll op. 98

Zubin Mehta
/ wurde in 1936 Bombay geboren und erhielt von seinem Vater Mehli Mehta, dem Gründer des Bombay Symphony Orchestra, seine erste musikalische Ausbildung. Nach zwei Semestern Medizinstudium konzentrierte er sich ganz auf die Musik und absolvierte an der Wiener Musikakademie bei Hans Swarowsky eine Dirigentenausbildung. Er gewann den Internationalen Dirigentenwettbewerb von Liverpool und war Preisträger beim Koussevitzky-Wettbewerb in Tanglewood. Als Mittzwanziger hatte er bereits die Wiener und die Berliner Philharmoniker dirigiert; beiden Orchestern ist er bis heute verbunden.

Zubin Mehta war Music Director des Montreal Symphony Orchestra (1961-1967) und des Los Angeles Philharmonic Orchestra (1962-1978). 1969 wurde er außerdem musikalischer Berater des Israel Philharmonic Orchestra, wo man ihn 1977 zum Chefdirigenten und 1981 zum Music Director auf Lebenszeit ernannte. Mit diesem außerordentlichen Ensemble hat Zubin Mehta annähernd 2000 Konzerte auf fünf Kontinenten gegeben. 1978 wurde er Music Director des New York Philharmonic Orchestra; seine Ära dort dauerte dreizehn Jahre und war damit die längste in der Geschichte dieses Orchesters. Seit 1985 ist er Chefdirigent des Maggio Musicale in Florenz.
 
Die Liste von Zubin Mehtas Ehrungen und Auszeichnungen ist lang; u.a. trägt er den "Nikisch-Ring", seit 1987 auch den Ehrenring der Wiener Philharmoniker. Er ist Ehrenbürger von Florenz und Tel Aviv. 1997 wurde er zum Ehrenmitglied der Wiener Staatsoper ernannt. 1999 erhielt Zubin Mehta aus den Händen von Lea Rabin den neugeschaffenen Preis für Frieden und Toleranz der Vereinten Nationen. Im April 2001 wurde er von Staatspräsident Jacques Chirac in die französische Ehrenlegion aufgenommen und von den Wiener Philharmonikern zum Ehrenmitglied ernannt. Zu Beginn des Jahres 2004 wurde Zubin Mehta erster Ehrendirigent der Münchner Philharmoniker. 2005 wurde er mit dem Bayerischen Verdienstorden ausgezeichnet.

  
 
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