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PK Abschied Prof. Hans-Joachim Frey

13
Nov

Ich blicke auf eine abgeschlossene Zeit zurück, in der ich vieles erleben durfte. So war ich insgesamt sechs Jahre in Linz, davon fünf Jahre als Künstlerischer Vorstandsdirektor der LIVA. Das Brucknerhaus Linz steht für mich in der Mitte der Gesellschaft und repräsentiert Weltoffenheit, Internationalität, Vielfalt und oberste Qualität.

Abschied Prof. Hans-Joachim Frey // Aussicht Konzerte am 14.11. und 27.11.2017

Prof. Hans-Joachim Frey, Künstlerischer Vorstandsdirektor LIVA:
„Nach fünf sehr aufregenden Jahren in Linz werde ich das Brucknerhaus im Rahmen der großen Russland-Österreich-Gala mit dem Tschaikowsky Symphonieorchester Moskau unter Wladimir Fedossejew am 27. November verlassen. Ich werde Sie alle in guter Erinnerung behalten, da Linz und Oberösterreich zu einem zweiten zu Hause für mich geworden sind. In diesem Sinne darf ich mich bei Ihnen verabschieden und ich würde mich freuen, den einen oder anderen in Sotchi, meiner neuen Wirkungsstätte, begrüßen zu dürfen.“

Mag. Thomas Ziegler, Kaufmännischer Vorstandsdirektor LIVA:
„Als Geschäftsführer der Kreativität, Kultur und Veranstaltungs Holding GmbH, als kaufmännischer Vorstandsdirektor der LIVA und als Geschäftsführer des Design Centers ist es mir ein ständiges Anliegen, bestehende Synergien zu nutzen – gerade hier liegt ein großes Potenzial. Dies betreiben mein künstlerischer Kollege und ich seit zwei Jahren schon recht erfolgreich. Hierbei denke ich beispielsweise an den Austausch von Technik im Bereich Hardware oder aber auch im Personalpooling. Ich möchte mich bei Prof. Hans-Joachim Frey für die hervorragende Zusammenarbeit und den gemeinsam eingeschlagenen Weg recht herzlich bedanken und wünsche ihm für seine Zukunft das Allerbeste.“

Generalkonsul Sergey Maguta, anlässlich des österreichisch-russischen Tourismusjahres 2017:
„Russland und Österreich haben eine jahrhundertelange Geschichte des gegenseitigen Kennenlernens. Kunst und Kultur gehörten dabei immer zu den Bereichen, die beide Länder einander näher brachten. In diesem Jahr leistete der Tourismus einen besonderen Beitrag zu dieser Freundschaft.
Um diese Freundschaft zu fördern, Stereotypen abzubauen und die Kultur und Traditionen besser verstehen zu können, praktizieren Russland und Österreich seit Jahren die Durchführung von thematischen „Kreuzjahren“. Mit großem Erfolg fanden von 2013 bis 2015 in Russland und Österreich die Kultursaisons beider Länder mit insgesamt über 60 Kulturevents - Ausstellungen, Konzerte, Filmwochen u. a. - statt.
Als eine logische Fortsetzung dieser großangelegten bilateralen Aktion wurde für 2017 das Tourismusjahr Russland-Österreich ausgerufen. Die Idee des Tourismusjahres wurde bereits im April 2016 während des Besuchs des österreichischen Bundespräsidenten Dr. Heinz Fischer bei Präsident Wladimir Putin in Russland besprochen. Dabei wurden als Schwerpunkte der Ski-Tourismus, der Kulturtourismus, sowie der Erfahrungsaustausch im Bereich Kurort-Weiterwicklung gewählt. Folge dessen fand eine Reihe von bilateralen und internationalen Konferenzen, Symposien und Business-Foren in Moskau und Wien zu den Themen Tourismus, Kulturtourismus, neue Tourismusrouten und die Fußball-WM 2018 statt. Zu einem bedeutenden Meilenstein für die Entwicklung des Russland-Tourismus wurde die Eröffnung des Büros „Visit Russia“ der russischen Tourismus-Zentrale in Wien. Auf staatlicher Ebene begleiteten das russische Kulturministerium sowie das österreichische Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft dieses besondere Tourismus-Jahr.
Die Absicht, dieses Tourismus-Jahr zu veranstalten, erwies sich als sehr nützlich und zeitgemäß. Es ist kein Geheimnis, dass im Laufe der letzten Jahre der gegenseitige Tourismus einen starken Einbruch erlebt hat. In Russland waren die verschlechterte Wirtschaftslage und der veränderte Rubel-Euro-Wechselkurs schuld daran. Das Tourismus-Jahr sollte in dieser Situation zusätzliche Impulse für die Entwicklung der Tourismusbranche schaffen. Nun ändert sich die Lage sichtlich zum Besseren, was die Nächtigungszahlen auch belegen. Es reisen mehr österreichische BürgerInnen nach Russland, um neue Regionen kennenzulernen - von Zentral- und Südrussland über Sibirien bis Kamtschatka. Im Gegenzug kommen russische Touristen nach Österreich, um hier nicht nur ihren Winterurlaub zu verbringen, sondern auch die Sommermonate. Wir hoffen, dass diese erfreuliche Tendenz zu einem Langzeittrend wird.
Der offizielle Abschluss des Tourismusjahres wird am 16. und 17. November in Form einer Zeremonie in Sankt Petersburg veranstaltet. In Österreich wird am 27. November eine große Gala im Brucknerhaus Linz stattfinden.
Das Tourismus-Jahr 2017 neigt sich dem Ende, doch die gemeinsamen Anstrengungen, Russen und Österreicher einander näher zu bringen, werden weiter standhalten: Das Jahr 2018 soll als russisch-österreichisches Jahr der Musik und kulturellen Routen ausgerufen werden.“


ABSCHIED PROF. HANS-JOACHIM FREY
Rückblick über die vergangenen Jahre bei der LIVA


Ich blicke auf eine abgeschlossene Zeit zurück, in der ich vieles erleben durfte. So war ich insgesamt sechs Jahre in Linz, davon fünf Jahre als Künstlerischer Vorstandsdirektor der LIVA. Das Brucknerhaus Linz steht für mich in der Mitte der Gesellschaft und repräsentiert Weltoffenheit, Internationalität, Vielfalt und oberste Qualität. Ich bin der Meinung, dass dies sehr gut gelungen ist. Insgesamt betrachtet sind wir auf einem guten Weg. Dies zeigt auch das Internationale Brucknerfest 2017, wo wir alle Erwartungen übertroffen haben.
Nach dem Übergang von meinem Kollegen Wolfgang Winkler hat das Haus einen großen Strukturwandel unternommen, der wichtig war. In Zusammenhang mit dem Kontrollamtsbericht haben wir nun den Entlassungsbericht erhalten, in dem klar hervorgeht, dass wir alle Punkte positiv umgesetzt haben.
In dieser Zeit hat auch das neue Musiktheater eröffnet, was eine Änderung des Musikmarktes bewirkt hat. Letztendlich hat aber jedes Haus in Linz seinen eigenen Weg gefunden.
Ich bedanke mich bei allen Kulturinstitutionen wie dem Musiktheater und der Bruckneruniversität, mit denen wir zahlreiche Kooperationsprojekte umsetzen konnten. Das Konzert am 14. November, das mein letztes Abo-Konzert sein wird, steht symptomatisch für meine Ziele. Das Verdi Requiem wird unter der Leitung von einem italienischen Dirigenten aufgeführt, den ich schon seit 25 Jahren sehr gut kenne und schätze. Hier ist es auch gelungen eine Kooperation mit dem Chor des Linzer Musiktheaters einzugehen. Es werden aber auch Stars sowie junge Sängerinnen und Sänger auftreten, die beim diesjährigen Competizione dell’Opera im Finale waren. Diese Kombination war mir persönlich sehr wichtig.
Ich blicke sehr zufrieden auf die vergangene Zeit zurück. Linz findet seine eigene Rolle, hat eine große Vielfalt und braucht sich nicht hinter Wien und Salzburg verstecken. Deshalb fand ich mein Konzept mit der Internationalisierung mit u. a. China, Südkorea, Russland und vielen weiteren Ländern so wichtig. Auch die Schaffung des Internationalen Kultur- und Wirtschaftsforum (IKW) hat zu diesem guten Gelingen wesentlich beigetragen.
„Wenn es am schönsten ist, soll man gehen“, so lautet eine alte Weisheit. Ich bedanke mich beim Brucknerhaus, bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der LIVA, die mich in all den Jahren großartig unterstützt haben. Ich werde Linz stets verbunden bleiben und regelmäßig zurückkommen.

Festivalstruktur


Seit Beginn war es mir ein Anliegen, die Festivalstruktur einzuführen und ein weltoffenes Brucknerhaus zu präsentieren. Wir erweiterten das Angebot an Vermietungen für Populärveranstaltungen und konnten ein sattes Plus an BesucherInnen bei uns im Brucknerhaus vorweisen. Wir schufen neben dem Brucknerfest eine Festivalstruktur: das Festival Vocale, das Festival Advent/Weihnacht, das Festival Klavier, anschließend Weltmusik, Barockmusik, Passionsmusik, das Frühlingsfestival und das Festival für zeitgenössische Musik. Mit diesen Angeboten wollten wir die Menschen direkt ansprechen, ihnen einen Grund geben, ins Brucknerhaus zu kommen – für jede und jeden sollte etwas dabei sein.

Musik baut Brücken

Für mich ist dieser vermittelnde Charakter von Musik sehr wichtig. Der gesellschaftliche Wandel, die Internationalität und die Globalisierung waren mir eine Herzensangelegenheit. Aus diesem Grund wurden die Brucknerfeste mit den Schwerpunkten Russland, China, oder Südkorea internationalisiert.

Die Zahlen haben uns letztlich Recht gegeben. Es war ein nicht ganz einfacher Weg, denn drei Monate nach meinem Dienstbeginn wurde das Musiktheater eröffnet. In den letzten zwölf Monaten konnten wir aber deutlich feststellen, dass sich die Besucherströme normalisiert haben. Jedes Haus hat seinen Platz gefunden. Wer spezifische Musiktheater-Opernvorstellungen oder Schauspielvorstellungen besuchen will, geht in das Musiktheater/Landestheater, und wer Konzerte aller Art erleben will, kommt zu uns ins Brucknerhaus.

Ausblick Konzerte am 14.11. und 27.11.2017


Am 14. November wird es ein hervorragendes Abonnementkonzert geben, in dem ein großes Chorwerk im Mittelpunkt stehen wird. Das Verdi Requiem wird unter dem Dirigat von Massimo Zanetti im Brucknerhaus Linz zur Aufführung gebracht. Anlässlich des österreichisch-russischen Tourismusjahres wird am 27. November ein großes Galakonzert im Brucknerhaus Linz stattfinden. Im Rahmen dieses Abends wird sich Prof. Hans-Joachim Frey offiziell vom Linzer Publikum verabschieden.

Giuseppe Verdi: Messa da Requiem
14. November 2017 / 19:30 Uhr / Großer Saal / Brucknerhaus Linz


Giuseppe Verdis Messa da Requiem wurde 1874 uraufgeführt und schlägt einen Bogen von den Schrecken des jüngsten Gerichts im „Dies irae“ bis zur inbrünstigen Bitte um Errettung im „Libera me“, mit der Verdi seine Komposition auch beschließt. Das Werk wurde im Kontext der Liturgie kaum zur Aufführung gebracht und wird heute meistens konzertant aufgeführt. Das Bruckner Orchester Linz und der Dirigent Massimo Zanetti werden dieses großartige Werk am 14. November um 19:30 Uhr im Großen Saal des Hauses zur Aufführung bringen. Zanetti wurde 1962 in Mailand, Italien, geboren und erregte bereits als Jungdirigent großes Aufsehen.
Massimo Zanetti Dirigent / Bruckner Orchester Linz / Konzertvereinigung Linzer Theaterchor / Martin Zeller Einstudierung Extrachor / Dinara Alieva Sopran / Maria Ostroukhova Alt / Luc Robert Tenor / Gleb Peryazev Bass
GIUSEPPE VERDI Messa da Requiem

Feierliches Galakonzert mit dem Tschaikowsky Symphonieorchester Moskau und Wladimir Fedossejew
27. November 2017 / 19:30 Uhr / Großer Saal / Brucknerhaus Linz


2017 wird das Tourismusjahr von Russland und Österreich gefeiert. Ein Jahr, in dem die Förderung des Verständnisses durch kulturellen Austausch im Mittelpunkt steht, fantastische Konzerte und großartige Künstler zu erleben sind. Die große Finalgala wird im Brucknerhaus Linz veranstaltet: Stars des Bolshoi Theater, hochgeschätzte Solisten, die dem Haus verbunden sind, österreichische Persönlichkeiten und das hochkarätiges Tschaikowsky Symphonieorchester unter seinem langjährigen Chefdirigenten Wladimir Fedossejew. Auf dem Programm steht u.a. die Uraufführung der Linzer Symphony, ein Werk des russischen Komponisten Anton Lubchenko. Dieses Konzert ist nicht nur Abschluss des Tourismusjahres. Gleichzeitig verabschieden wir uns an diesem Abend von unseren Vorstandsdirektor Prof. Hans-Joachim Frey und wünschen ihm viel Glück und Erfolg auf seinem weiteren Weg.

Programm und Künstler:


WOLFGANG AMADEUS MOZART Violinkonzert Nr. 1 B-Dur KV 207
Pavel Milyukov Violine
Tschaikowsky Symphonieorchester

ANTON LUBCHENKO Symphonie Nr. 9 "Linzer Symphonie" (URAUFFÜHRUNG)
Tschaikowsky Symphonieorchester

-- Pause --

JOHANNES BRAHMS Ausschnitte aus Liebeslieder-Walzer op. 52
Nr. 1. Rede Mädchen
Nr. 3 O die Frauen
Nr. 6 Ein kleiner hübscher Vogel
Nr. 8 Wenn so lind dein Auge mir
Nr. 10 O wie sanft die Quelle
Nr. 11 Nein, es ist nicht auszukommen
Thomas Kerbl, Oksana Kuzo Klavier (vierhändig)
Katerina Beranova Sopran
Isabell Czarnecki Alt
Michael Nowak Tenor
Robert Holzer Bass

SERGEI RACHMANINOW (Ausschnitte aus) Rhapsodie über ein Thema von Paganini op. 43
Arkadi Zenziper Klavier
Tchaikowsky Symphonieorchester

NIKOLAI RIMSKI-KORSAKOW Hymne an die Sonne (aus: Der goldene Hahn)
Margarita Levchuk Sopran
Tschaikowsky Symphonieorchester

MODEST MUSSORGSKI Flohlied aus Goethes Faust
Kurt Rydl Bass
Tschaikowsky Symphonieorchester

ANTON BRUCKNER Scherzo aus IV. Symphonie

Heinz Haunold Gastkonzertmeister des Tschaikowsky Symphonieorchester Moskau (2. Teil)

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