Stiftskirche St. Florian

Die beeindruckende Kirche, die Maria Himmelfahrt geweiht und 1999 durch Papst Johannes Paul II. zur Basilika minor erhoben wurde ist alljährlich einer der Austragungsorte des Internationalen Brucknerfests Linz.

Bruckners Orgel

Die Stiftskirche St. Florian ist ein Ort der MusikerInnen und Konzertpublikum von jeher fasziniert. In die Riege derer, die dort wirkten, reihen sich – neben Anton Bruckner selbst – wahrhaft große Namen: Herbert von Karajan mit den Wiener Philharmonikern, das London Symphony Orchestra dirigiert von Sir Collin Davis, der einzigartige Heinrich Schiff, The Cleveland Orchestra mit Franz Welser-Möst, der zweifach für den Pulitzerpreis nominierte Stanislaw Skrowaczewski, das Gewandhaus-Orchester Leipzig, damals mit Riccardo Chailly und Valery Gergiev, um nur einige Wenige zu nennen.

Vor allem Maestro Gergiev macht seinen Auftritt im Brucknerfest alljährlich davon abhängig, ob er zusätzlich in der Stiftskirche eine Sinfonie von Bruckner dirigieren kann. Dort legt er vor jedem Auftritt einen Kranz vor dem Grabmal Bruckners nieder und hält kurz inne; inzwischen eine liebe Tradition.

103 Register, maßlose Begeisterung

Die beeindruckende Stiftskirche ist Maria Himmelfahrt geweiht und 1999 durch Papst Johannes Paul II. zur Basilika minor erhoben. An dieses Ereignis erinnert ein Papstwappen von Klaus Wedenig links hinter dem Abschlussgitter. Die Stiftskirche und das Kloster als Gesamtanlage stehen unter Denkmalschutz.

Die Brucknerorgel – außergewöhnlich wegen ihrer 103 Register und der Verbindung zum Namensgeber – und Bruckners Grab in der Unterkirche des Stiftes, schaffen eine besondere Atmosphäre für die Aufführung großer Sinfonien während des Brucknerfestes, die die größten Dirigenten der Welt anzieht und begeistert.

Seit dem Jahr 1071 besteht hier eine Gemeinschaft der Augustiner-Chorherren, der jetzigen Kongregation der österreichischen Augustiner-Chorherren. Die prachtvollen, nahezu unversehrt erhaltenen Barockgebäude mit der Stiftsbasilika sind unter den Baumeistern Carlo Antonio Carlone, Jakob Prandtauer und Johann Gotthard Hayberger von 1686 bis 1750 entstanden.

Unter dem Hochaltar der Stiftsbasilika befindet sich der älteste Sakralraum des Stiftes mit romanischen und gotischen Elementen. Hier war die erste Begräbnisstätte des heiligen Florians. Weiters findet sich auch der Steinsarg der Klausnerin Wilbirg, die 41 Jahre lang in einer Klause neben der alten Stiftskirche lebte und 1289 im Ruf der Heiligkeit starb. Sie wird als Schutzpatronin des Stiftes verehrt.


Adresse:
Stiftstraße 1, 4490 St. Florian

Anfahrt:
Brucknerhaus - Stadtautobahn A 7 (Richtung Wien), weiter auf A1 (Richtung Wien) bis zur Ausfahrt “Asten/St.Florian“. Dann weitere 3 km auf der Bundesstraße Richtung St. Florian. Ein grünes Hinweisschild in St. Florian führt direkt zu den Parkplätzen des Stifts. Gesamtkilometer Brucknerhaus Linz - Stift St. Florian: ca. 27 km

Anfahrtsplan auf Google Maps

Eindrücke