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Dvorak Antonin

Komponist

Biografie

 

Die Kammermusik spielt im Gesamtwerk Antonin Dvoraks eine nicht unwesentliche Rolle. Schon von Beginn seines künstlerischen Schaffens an hat sich der Mitbegründer einer tschechischen Nationalkultur mit der Komposition von Werken in kammermusikalischer Besetzung beschäftigt, nicht zuletzt zählt er heute zu den wichtigsten Vertretern dieser Gattung des 19. Jahrhunderts. Ganz seinem klassischen Erbe folgend, räumte er dabei dem Streichquartett eine vorrangige Stellung ein: So wie Dvorak mit dem Streichquartett A-Dur op. 2, das ursprünglich op 1 war, sein kammermusikalisches Lebenswerk begann, so beschließt er es mit den beiden Quartetten op. 105 und op. 106. Das Streichquartett F-Dur op. 96 entstand im Jahre 1893 in Spillville, einer tschechischen Siedlung im Bundesstaat Iowa und dem Ferienort des Komponisten. Dank seiner Frische und Verständlichkeit wurde es zu einem der beliebtesten Quartette Dvoraks. Dass sich die Melodik dieses „Amerikanischen Quartetts“ tatsächlich auf uramerikanische Ursprünge zurückführen lässt, wird heute in Frage gestellt, denn es finden sich darin durchaus Merkmale, die der tschechischen Volksmusik zugeordnet werden können. Seine Uraufführung erlebte das Werk am 1. Jänner 1894 in Boston.   

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