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Tschaikowsky Peter Iljitsch

Komponist

Biografie

 

Peter Iljitsch Tschaikowsky studierte in der Kompositionsklasse des St. Petersburger Konservatoriums, seine künstlerische Entwicklung nahm jedoch nur sehr zögernd ihren Lauf. Erst im Alter von 22 Jahren fasste er den Entschluss, Musiker zu werden, zuvor hatte er neben seinem Broterwerb als Jurist im Justizministerium Kurse für Musiktheorie am Konservatorium belegt.

Tschaikowsky war sich seiner großen musikalischen Begabung bewusst, doch überwogen noch die Zweifel, ob er tatsachlich vom Komponieren leben konnte. Die Briefe an seine Schwester Alexandra aus dieser Zeit zeugen von seiner Unsicherheit über seine berufliche Zukunft: „Glaube nicht, dass ich mir einbilde, jemals ein großer Künstler zu werden; ich möchte nur das tun, wozu ich Berufung in mir fühle. Ob aus mir ein berühmter Komponist oder ein armer Musiklehrer herauskommen wird, ist gleichgültig.“ Erst als Anton Rubinstein, der Begründer des Konservatoriums, ihm riet, sich ganz der Musik zu widmen, kündigte Tschaikowsky 1863 seinen Beamtenposten und absolvierte in weniger als drei Jahren eine vielseitige Ausbildung. Bereits kurz nach Ende seines Studiums holte ihn Rubinsteins jüngerer Bruder Nikolai 1866 nach Moskau als Theorielehrer für die Musikklassen der dortigen Musikgesellschaft, aus denen später das Moskauer Konservatorium hervorging.

In den 1830er-Jahren feierte in Paris eine neue Kunstform erste Erfolge: das romantische Ballett, dem sich in den 1870er-Jahren auch Tschaikowsky zuwandte. 1875 hatte der Komponist für die Kinder seiner Schwester wahrend des Sommers auf dem Land einige Skizzen komponiert, die er nun als Grundlage für seine Novitat Schwanensee verwendete. Die Uraufführung im Moskauer Bolschoi-Theater 1877 stieß jedoch auf wenig Begeisterung, was jedoch auch auf die nicht adäquate Ausführung zurückzuführen war. 1895 nahm sich der bedeutendste Choreograf seiner Zeit, Marius Petipa, des Werkes an. Tschaikowsky konnte diesen spaten Triumph nicht mehr erleben, er war bereits 1893 gestorben.

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