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Schumann Robert

Komponist

Biografie

 

In weniger als drei Wochen schrieb Robert Schumann Anfang September 1850 sein Cellokonzert op. 129 kurz nach seinem Wechsel in die rheinische Residenzstadt Dusseldorf, wo er als neuer Stadtischer Musikdirektor mit Enthusiasmus empfangen worden war. So schnell er es komponiert hatte, so schwierig war es, das Werk bekannt zu machen. Dies begann schon damit, dass der Cellist Robert Emil Bockmuhl, der den Komponisten bei der Revision der Partitur beraten hatte, über eine Absichtserklarung, er wolle das Werk urauffuhren, nicht hinauskam. Briefe von Bockmuhl lassen die Widerstande ahnen, die dem Cellokonzert entgegengebracht wurden. Bemangelt wurde unter anderem das Fehlen des „Bravourcharakters“, was Bockmuhl auf ungeeignete Tempoangaben des Komponisten zurückführte, dann die viel zu starke Verwobenheit der Solostimme mit dem Orchesterpart, die das Cello teilweise in den Hintergrund zu drangen scheint –fur einen Interpreten offenbar eine „Erledigung“.

Weitere Kritikpunkte waren der technische Anspruch, die spezielle Tonsprache, die das Konzert einforderte, der rasche Wechsel der Stimmungen, welcher im ungunstigsten Fall den Eindruck von Zerrissenheit vermitteln konnte, und das Fehlen von Pausen zwischen den Satzen. Kein Wunder also, dass auch die Verleger vorerst wenig Interesse zeigten: Erst nach drei Anlaufen und drei Jahren gelang es, das Cellokonzert herauszugeben. Wie vorsichtig Schumann dabei vorging, zeigt ein Brief an Breitkopf & Hartel vom 3. November 1853 – wenige Monate bevor der Verlag das Opus tatsachlich druckte: „Beifolgend erhalten Sie auch einiges Neue von mir, was Sie vielleicht anmuthen wird. Es sind meistens fröhliche, mit guter Lust geschriebene Stücke. Das Violoncellokonzert ist vielleicht auch etwas, das, da es an solchen Compositionen sehr mangelt, Manchem erwünscht kommen wird. Auch dieses Concert ist ein durchaus heiteres Stück.“

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08
Mär
„Ich kann wohl manchmal singen, als ob ich fröhlich sei“

Musik zu besonderen Anlässen - 19:30, Mittlerer Saal

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