ZURÜCK

Wiener Jeunesse Orchester

Orchester

Biografie


Das Wiener Jeunesse Orchester (WJO) hat sich seit seiner Gründung im Jahr 1987 als bundesweites Jugendsinfonieorchester Österreichs etabliert. Die Mitglieder des WJO sind Studenten/innen an Musikuniversitäten und Konservatorien aller Bundesländer im Alter von 18 - 26 Jahren.
Die Gründung des Orchesters erfolgte auf Initiative seines ersten künstlerischen Leiters, Manfred Honeck, und der Musikalischen Jugend Österreichs (Jeunesse), die die Patronanz über das junge Orchester übernahm. Dabei ist das WJO ein unabhängiger Verein, der durch Mitbestimmung seiner Mitglieder gekennzeichnet ist.

Seit 1989 ist Herbert Böck künstlerischer Leiter des Orchesters. Das WJO hat sich unter seiner Leitung und durch großes künstlerisches Engagement einen ausgezeichneten Ruf als vor-professionelles Jugendorchester erworben und leistet einen wesentlichen Beitrag zur Förderung des Orchesternachwuchses in Österreich. Das WJO wird von der Stadt Wien, von der Kunstsektion im Bundeskanzleramt und vom BM für Europa, Integration und Äußeres unterstützt. Es ist Gründungsmitglied der European Federation of National Youth Orchestras (EFNYO), die 1994 mit dem Ziel der Zusammenarbeit der nationalen Jugendorchester Europas geschaffen wurde.

Das WJO veranstaltet jährlich Probespiele und drei Arbeitsphasen, in denen die jungen MusikerInnen unter der Betreuung anerkannter Dozenten und renommierter Dirigenten sinfonische Orchesterprogramme erarbeiten. Das WJO ist regelmäßig Gast im Wiener Konzerthaus und Musikverein und in den großen Konzertsälen in ganz Österreich und tritt bei Festivals wie den Wiener Festwochen, Wien modern, beim Klangbogen Wien, beim Donaufestival Niederösterreich, beim Carinthischen Sommer sowie in den Konzertreihen der Musikalischen Jugend Österreich (Jeunesse) auf. Unter der Leitung von Rupert Huber gab das WJO 2003 sein erfolgreiches Debut bei den Salzburger Festspielen mit Werken von Jani Christou.

Einen sensationellen Erfolg feierte das WJO im Juli 1998 mit seiner Teilnahme am World Youth Music Forum  in Moskau im Rahmen der ersten Olympischen Spiele der Jugend, wo es mit dem 1. Preis ausgezeichnet wurde. Im Februar 1999 gastierte das Orchester im Rahmen einer dreiwöchigen Tournee in zehn Städten Frankreichs, u.a. in Épinal, Verdun, Paris, Montélimar, Carcassonne und Sète.
In den letzten Jahren unternahm das WJO vielbeachtete Konzerttourneen in ganz Europa, darunter Auftritte im Concertgebouw Amsterdam, bei der World Expo in Hannover, beim Kultursommer Nordhessen, beim Festival Young Euro Classic in Berlin und Hamburg, bei den Gustav-Mahler-Wochen in Toblach (Südtirol/Italien), beim Festival de Musique de La Chaise-Dieu (Frankreich) sowie in Belgrad (Serbien), Istanbul (Türkei), beim Slowakischen Rundfunk in Bratislava und beim Festival Young Classic in Wroclaw (Polen). Dabei gelangten Werke von Schubert (Sinfonie Nr. 9), Mahler (Sinfonien Nr. 1 - 5, Das Lied von der Erde), R. Strauss (Vier Letzte Lieder, Till Eulenspiegel, Don Juan), Dvorák (Sinfonien Nr. 7, 8, 9), Bruckner (Sinfonien Nr. 4, 7) und eine Reihe von Auftragswerken österreichischer Komponisten zur Aufführung, darunter Wolfram Wagner, Herwig Reiter, Franz Thürauer, Kurt Estermann, Helmut Hödl, Herbert Willi, Christoph Ehrenfellner und Wolfgang Sauseng.
In der Saison 2012/13 feierte das WJO sein 25-jähriges Jubiläum mit einem Festkonzert im Wiener Musikverein und folgte der Einladung zu einer Jubiläumstournee nach Rumänien, wo es bei seinen Debüt-Konzerten im Athenäum in Bukarest und beim Festival Enescu Music World in Sinaia von Publikum und Presse stürmisch gefeiert wurde.

Neben der Leitung durch seinen Chefdirigenten hat das Orchester mit renommierten Gastdirigenten wie Atso Almila, John Axelrod, Asher Fisch, Valéry Gergiev, Manfred Honeck, Rupert Huber, Lutz Köhler, Gérard Korsten, Daniel Meyer, Johannes Meissl, Andrés Orozco-Estrada, Andrea Quinn und Johannes Wildner zusammengearbeitet.

In der Reihe der prominenten Instrumental- und Gesangssolisten, mit denen das WJO auftrat, finden sich Christian Altenburger, Nareh Arghamanyan, Olaf Bär, Thomas E. Bauer, Christopher Hinterhuber, Wolfgang Holzmair, Danjulo Ishizaka, Michael Martin Kofler, Ernst Kovacic, Ursula Langmayr, Harriet Krijgh, Elisabeth Leonskaja, Annette Markert, Paul Meyer, Boje Skovhus, Benjamin Schmid, Matthias Schorn, Gottlieb Wallisch, Pieter Wispelwey, Nikolaj Znaider und die Vienna Clarinet Connection. Das WJO tritt regelmäßig mit jungen österreichischen Solisten/innen in Erscheinung und fördert die Bildung von Streicher- und Bläserkammerensembles innerhalb des Orchesters.

Das Repertoire des WJO reicht von der Klassik und Romantik bis zur zeitgenössischen Musik und beinhaltet zahlreiche Uraufführungen zeitgenössischer österreichischer Komponisten.
Neben regelmäßigen Rundfunkaufnahmen und Fernsehauftritten hat das Orchester CDs mit Werken von Antonín Dvorák (Sinfonie Nr. 7, Bläserserenade op. 44), Franz Schmidt (Klavierkonzert für die linke Hand, Chaconne) und Frank Martin (Oratorium „Golgotha“) aufgenommen. Eine vielbeachtete CD mit Mahlers 3. Sinfonie unter der Leitung von Herbert Böck ist 2007 zum 20-jährigen Jubiläum des WJO erschienen.


Video