Wie die Zeit vergeht

Das Brucknerhaus Linz, ein Bau vorwärtsgewandt, offen, zeitlos elegant und doch seinen Traditionen und Werten verpflichtet. 2014 feierte dieses Haus, das jeder kennt, und das so sehr zu unserem Leben gehört seinen 40. Geburtstag und gerade Jahreszahlen regen an, sich zu erinnern und Gespräche zu beginnen mit Sätzen wie: „Weißt du noch, damals ...“

Ein Stück Musikgeschichte

Grundstein und Zeitkapsel

Linz die Kulturmetropole – die Ideen reichten zurück bis in die 1930er Jahre, der Zweite Weltkrieg bedeutete jedoch auch in dieser Beziehung einen folgenschweren Einschnitt. Doch nach dessen Ende wurde ein neuer Anlauf genommen, die Grundsteinlegung erfolgte bereits am 16. Mai 1969 unter Beisein von Bundespräsident Franz Jonas (1899–1974) wurde eine Kapsel mit tagesaktuellen Gegenständen eingemauert, die sich bis heute in einem Pfeiler des Brucknerhauses befindet.

Die Direktoren des Brucknerhauses

Große Männer prägten und prägen die Geschichte der LIVA und des Brucknerhauses: Horst Stadlmayr (1970-1987); Karl Gerbel (1984-1997); Künstl. Direktor Wolfgang Winkler (1998-2013) und Kaufmänn. Direktor Wolfgang Lehner (1998-2015); Künstl. Direktor Hans-Joachim Frey (2013-2017) und Kaufmänn. Direktor Mag. Thomas Ziegler (seit 2015). Künstl. Direktor Mag. Dietmar Kerschbaum (seit 2017)

Endlich fertig!

Am 23. März 1974 wurde das Haus, von dem finnischen Architektenehepaar Kaija und Heikki Sirén entworfen, als Symbol der Moderne endlich eröffnet. Die Stadt Linz setzte ein weithin sichtbares Zeichen und positionierte sich vorwärtsgewandt und offen, trotzdem aber der Tradition verbunden und mit dem Anspruch, internationale Stars und junge aufstrebende Talente gleichermaßen dem Publikum zu präsentieren. ((c) Burgi Eder Puchenau honorarpflichtig)

Feierliches Eröffnungskonzert

Beim Eröffnungskonzert dirigierte kein geringerer als Herbert von Karajan die Wiener Philharmoniker. Dem Namensgeber entsprechend wurde Bruckners 7. Sinfonie aufgeführt. Horst Stadlmayr, seit Mai 1970 Generalmanager der LIVA, holte Dirigenten-Legende Karajan selbst vom Flughafen Linz ab.

Klangwolke (c) Andreas Röbl

Die erste Klangwolke erklingt

ORF-Intendant Dr. Hannes Leopoldseder suchte für das neu zugründende Festival Ars Electronica eine populäre Verbindung zum Internationalen Brucknerfest. Mit der Linzer Klangwolke wurde sie gefunden. 1979 war es Bruckners 8. Sinfonie mit dem Concertgebouw Amsterdam unter Bernard Haitink die erschallte und 100.000 Zuhörer bestaunten dieses erste Experiment der Linzer Klangwolke.

Klangwolke nun auch LIVE

Die erste Klangwolke mit Live-Orchester folgte 1980: Das Bruckner Orchester Linz unter Theodor Guschlbauer bespielte das Brucknerhaus mit Bruckners 4. Symphonie. Mehr als zwei Millionen Zuhörer besuchten inzwischen die Linzer Klangwolken im Donaupark, die zu einem Markenzeichen der Stadt geworden sind.

Getrennt und verbunden

1986 erfolgte eine Loslösung des Ars Electronica Festivals vom Brucknerfest aber die Kooperation der beiden Häuser durch Projekte, nicht zuletzt durch die erneut gemeinsam gestaltete Visualisierte Klangwolke im Jahr 2012 "DIE WOLKE IM NETZ", verbinden die Institutionen bis heute.

Knackige Zahlen

130
Meter Glasfront

1120
m2 Glasfläche

2.800
m2 Teppich

7
Stockwerke

3.600
m2 Grundfläche

88.000
m3 Volumen