© Karl Forster
So 16 Juni 17:00
Foyer Mittlerer Saal Brucknerhaus Linz
GALINA
USTWOLSKAJA
zum 100.
Geburtstag
vergangene Veranstaltung
vergangene Veranstaltung

„Alle diejenigen, die meine Musik wirklich lieben, bitte ich, auf eine theoretische Analyse zu verzichten.“ Äußerungen wie diese machten Galina Ustwolskaja noch mehr zur großen Außenseiterin, die sie aufgrund ihres individuellen Stils, der keiner dominierenden musikalischen Strömung des 20. Jahrhunderts zuordenbar ist, ohnehin war.

Brauchte sie Geld, schrieb sie zwar auch Gebrauchsmusik, nahm jedoch keine dieser Partituren in ihre Werkliste auf, die daher nur 25 Stücke umfasst.1919 in St. Petersburg geboren, war sie Lieblingsschülerin von Dmitri Schostakowitsch, dessen Ehefrau sie fast geworden wäre. Nach anfänglichen Erfolgen begann sie Musik zu schreiben, die unverkennbar Bezüge zur christlichen Religion aufwies, was sie in Konflikt mit den Sowjets brachte. 2006 ist sie in St. Petersburg verstorben.

Mit diesem Moderierten Foyerkonzert anlässlich ihres 100. Geburtstags erinnert das Brucknerhaus an diese herausragende Komponistin, für die sich namhafte Interpreten wie der Pianist und Salzburger Festspiel-Intendant Markus Hinterhäuser stark einsetzen.

Programm

Galina Ustwolskaja (1919–2006)

Komposition Nr. 2 „Dies irae“ für acht Kontrabässe, Holzwürfel und Klavier (1972–73)

Komposition Nr. 3 „Benedictus, qui venit“ für vier Flöten, vier Fagotte und Klavier (1974–75)

Komposition Nr. 1 „Dona nobis pacem“ für Piccoloflöte, Tuba und Klavier (1970–71)

Sinfonie Nr. 5 „Amen“ für Sprecher, Violine, Oboe, Trompete, Tuba und Holzwürfel (1989–90)

Besetzung

Studierende der Anton Bruckner Privatuniversität