Daniel Harding © William Beaucardet
Sa 25 Mai 19:30
Grosser Saal Brucknerhaus Linz
Orchestre de
Paris &
Daniel Harding

War Requiem

Im Hades begegnen sich zwei Seelen. Sie erkennen sich, denn als sie noch unter den Lebenden weilten fand die eine im Schützengraben durch die andere den Tod. Nicht Hass trieb sie an, sondern die Umstände – der Krieg. Davon erzählt ein Gedicht des Dichters Wilfred Owen, der selbst im Ersten Weltkrieg gefallen ist.

Dieses und noch andere Gedichte Owens hat der Pazifist und Kriegsdienstverweigerer Benjamin Britten, gleichsam als Kommentar, in den lateinischen Text des Requiems eingeschoben, als er sein berühmtes und ergreifendes War Requiem komponierte.

Sopran, großer Chor und großes Orchester sind für die Vertonung des lateinischen Textes aufgeboten, Tenor und Bariton, ein Kammerchor und ein Kammerorchester bleiben den Texten Owens vorbehalten und sorgen damit für eine filigrane Stimmung. Sein War Requiem, das 1962 in der neuen Kathedrale von Coventry uraufgeführt wurde – die alte wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört, nur Reste blieben als Mahnmal stehen – verstand Britten als Zeichen der Versöhnung.

Daher sollten bei der Uraufführung Solisten aus einstmals verfeindeten Ländern mitwirken, dem jedoch die Sowjets mit einem Ausreiseverbot für die Sopranistin Galina Wischnewskaja einen Strich durch die Rechnung machten. Im Brucknerhaus aber geht dieser Wunsch Brittens in Erfüllung, mit der britischen Sopranistin Emma Bell, dem britischen Tenor Andrew Staples und dem deutschen Bariton Christian Gerhaher.

Programm

Benjamin Britten (1913–1976)

War Requiem, op. 66 (1961–62)

Besetzung

Emma Bell| Sopran

Andrew Staples | Tenor 

Christian Gerhaher | Bariton

Chœurs de l´Orchestre de Paris

Augsburger Domsingknaben

Orchestre de Paris

Daniel Harding | Dirigent

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