Dirk Kaftan © Thilo Beu
Sa 22 Sep 19:30
Grosser Saal Brucknerhaus Linz
SPARKASSE OÖ
KLASSISCHE
KLANGWOLKE
vergangene Veranstaltung
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In einem vom Dom- und Stadtpfarrkapellmeister Karl Zappe (1812–1871) veranstalteten Orchesterkonzert hörte Bruckner Beethovens 4. Sinfonie schon während seiner zehnmonatigen Ausbildung zum Schulgehilfen an der Präparandie der k.k. Normalhauptschule in Linz im Schuljahr 1840/41. Die Formgestaltung in den Sinfonien Beethovens war dann später Gegenstand des Unterrichts bei Otto Kitzler, den Bruckner, nach Abschluss seines Studiums bei Simon Sechter (1788–1867), seit dem Herbst 1861 in Linz nahm. Das umfangreiche Studienbuch, das Bruckner für diesen Unterricht angelegt hatte, enthält auch Skizzen zur Ouvertüre in g-moll, die, Ende 1862 begonnen und am 22. Jänner 1863 beendet, gewissermaßen seine vorletzte ‚Schularbeit‘ darstellt. 

Der berühmte langsame Satz von Schumanns „Rheinischer“ trägt jene, bis dahin für einen Sinfoniesatz durchaus unübliche Vortragsanweisung „Feierlich“, „die Bruckner für den Adagio-Satz seiner Dritten [Sinfonie] übernimmt und sie danach – ein weiteres Mal sogleich bei der Umarbeitung der Zweiten Sinfonie – geradezu zu seinem eigenen Markenzeichen erhebt“. Aber nicht nur Bruckners 3. Sinfonie, sondern auch seine „Romantische“, die 4. Sinfonie, tritt durch ihre Tonart Es-Dur in Dialog mit diesem bedeutenden Werk der Gattungsgeschichte.

Programm

Anton Bruckner (1824–1896)

Ouvertüre g-moll, WAB 98 (1862–63)


L. v. Beethoven (1770–1827)

Sinfonie Nr. 4 B-Dur, op. 60 (1806)


– Pause –


Anton Bruckner

Adagio Nr. 2 Es-Dur zur Sinfonie Nr. 3, WAB 103 (1876)


Robert Schumann (1810–1856)

Sinfonie Nr. 3 („Rheinische“) Es-Dur, op. 97 (1850)

Besetzung

Beethoven Orchester Bonn

Dirk Kaftan | Dirigent