25.11.2021

Diakonie-Adventkranz vor dem Brucknerhaus Linz

DER GROSSE DIAKONIE-ADVENTKRANZ: EIN SYMBOL DER HOFFNUNG

Mehr als 100 Diakonie-Adventkränze verlassen diese Tage das Diakoniewerk und gehen als Zeichen der Verbundenheit österreichweit an jene Menschen, die auf ihre individuelle Art und Weise Hoffnung schenken. Gebunden wurden die Adventkränze mit ihren 27 Kerzen allesamt im Zuge der Integrativen Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen. Bereits zum vierten Mal in Folge nimmt der drei Meter große Diakonie-Adventkranz vor dem Brucknerhaus Linz diesen besonderen Platz ein und soll einladen täglich gemeinsam - ab Adventstart am 28. November - je eine Kerze anzuzünden und so die Zeit bis Weihnachten stimmungsvoll zu genießen. 

Erstmals erstrahlt ein Diakonie-Adventkranz auch in Bad Hall. Das besondere an beiden Kränzen ist die künstlerische Handschrift von Magdalena Zehetner und Manfred Hiebl, deren Motive die Kerzen des Diakonie-Adventkranzes zieren. Beide sind im Atelier der Kunstwerkstatt des Diakoniewerks in Gallneukirchen tätig.

„Besonders in der auch heuer herausfordernden und angespannten Adventzeit möchten wir mit dem Diakonie-Adventkranz die soziale, mitmenschliche Verbundenheit betonen, die uns auch schwierige Situationen miteinander bestehen lässt. Dieses runde vorweihnachtliche Symbol lenkt den Blick auf die tiefere Gemeinschaft, Zuversicht und Hoffnung bei allen menschlichen Unterschiedlichkeiten, die aktuell unsere Gesellschaft prägen“, unterstreicht Dr.in Daniela Palk, Vorständin des Diakoniewerks.
 
 
 
 

 

 

Diakonie-Adventkranz vor dem Brucknerhaus Linz © Oliver Erenyi
Diakonie-Adventkranz vor dem Brucknerhaus Linz © Oliver Erenyi

„Ich werte es als hohe Auszeichnung, dass nun bereits zum vierten Mal in Folge der traditionsreiche Adventkranz der Diakonie mit seinen künstlerisch so eindrucksvoll gestalteten Kerzen vor dem Brucknerhaus Linz erstrahlen wird. Gerade in Zeiten wie diesen bedarf es solch eines Symbols der Hoffnung. Der Adventkranz draußen an der Donaulände, drinnen im Foyer unser Musikalischer Adventkalender – gemeinsam setzen wir ein helles Zeichen in einer düsteren Zeit,“ bringt Dietmar Kerschbaum zum Ausdruck.

Ein Gemeinschaftswerk: fähigkeitsorientiertes Arbeiten für Menschen mit Behinderungen

Besonders ist nicht nur die Entstehung des ersten Adventkranzes vor 180 Jahren, sondern auch seine Entstehung heute. War es damals Johann Hinrich Wichern, der das Warten auf Weihnachten mit einem kerzenbestückten Wagenrad verkürzte, so sind es heute Menschen mit Behinderungen, die ihre Fähigkeiten einsetzen konnten, um diese vielen Adventkränze fertigzustellen. So wurden die Kerzen in der Werkstätte Wartberg gegossen, das Reisig von der Werkstätte Garten & Landschaft aus der eigenen Baumkultur im Mühlviertel bereitgestellt und die Kränze vom gesamten Team der integrativen Beschäftigung in der "Gärtnerei & Bioladen Friedenshort" in Gallneukirchen gebunden und geschmückt.Ein Gemeinschaftswerk ist entstanden, das in einer nach wie vor außergewöhnlichen Zeit Hoffnung schenken und Menschen mit besonderen Bedürfnissen und Fähigkeiten in den Mittelpunkt rücken soll.

 Zur Geschichte des Adventkranzes

Entstanden ist der erste Adventkranz 1839 im ersten Haus der Diakonie in Hamburg - in Form eines Wagenrades. Die Idee hatte der evangelische Theologe und Pädagoge Johann Hinrich Wichern. Er kümmerte sich um sozial benachteiligte und körperlich behinderte Kinder. Sie warteten genauso ungeduldig auf Weihnachten wie die Kinder heute. Täglich Geschichten und das Flackern einer weiteren Kerze montiert auf einem Wagenrad verkürzten die Zeit. Der Adventkranz war erfunden, einer, der mit einer Kerze für jeden Tag des Advents gleichzeitig Adventkalender war. Ab 1851 wurde der Überlieferung nach der Holzreif erstmals mit grünem Tannenreisig geschmückt. Aus dieser Tradition hat sich der heutige Adventkranz entwickelt. 

Wie wird der Diakonie-Adventkranz gestaltet?

Der Original Diakonie-Adventkranz hat so viele Kerzen, wie der Advent Tage hat. Der Advent 2021 beginnt am Sonntag, 28. November und endet am Donnerstag, 24. Dezember. Das sind 27 Tage.  Der Kranz hat 4 weiße, große Kerzen für die Adventsonntage und 23 rote, kleine Kerzen für die Wochentage. Die Anordnung der Kerzen soll den Wochen folgen.

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