27.04.2021

Programmpräsentation Internationales Brucknerfest Linz 2021

Internationales Brucknerfest Linz 2021

MUSIKALISCHE GLANZLICHTER BEI EINEM BRUCKNERFEST VOLLER ENTDECKUNGEN

Zum vierten Mal in Folge spannt eines der bedeutendsten Klassikfestivals Österreichs unter der Intendanz von Mag. Dietmar Kerschbaum (Brucknerhaus-Intendant) heuer unter dem klingenden Motto „Mutige Impulse – Bruckner und seine Schüler*innen“ einen thematisch konsistenten Bogen: Gestartet wird an Anton Bruckners Geburtstag, dem 4. September. Bis zu seinem Todestag am 11. Oktober warten über 30 spannende Veranstaltungen und musikalische Glanzlichter, mit denen das Internationale Brucknerfest Linz die Entdeckungslust seines Publikums wecken und vergessenen Komponist*innen eine Stimme geben will. 

Das Brucknerfest lädt ein, Anton Bruckner als Menschen, als Komponisten, als Impulsgeber, als Lehrenden, als Meister und auch als Freund kennenzulernen! Eine einzigartige Festivaldichte mit Aufführungen von Werken, die Gegenstand von Bruckners Unterricht waren, von bisher verborgenen Kostbarkeiten von Bruckners Schüler*innen, aber auch von bekannten Stücken Wegbegleiter Bruckners sowie beeindruckenden Fassungen der Sinfonien Bruckners dürfen erwartet werden.

BRUCKNER SCHÜLER*INNEN IM FOKUS

Zwei von Bruckners Schüler*innen stehen besonders im Fokus: Zum einen ist das der jung verstorbene Hans Rott. Sein Pastorales Vorspiel steht am Beginn des Festaktes zur feierlichen Eröffnung des Internationalen Brucknerfestes Linz 2021 (12.9.). Seine frühe Sinfonie As-Dur für Streichorchester bildet den Auftakt der Klassischen Klangwolke 21 (18.9.). Drei seiner Lieder nach Gedichten von Johann Wolfgang von Goethe erklingen beim Liederabend am 22. September. Das renommierte Quatuor Danel nimmt sich seines meisterhaften Streichquartetts c-moll an (25.9.). Seine genialische Sinfonie (Nr. 1) E-Dur haben die Bamberger Symphoniker unter Jakub Hrůša im Gepäck (28.9.), während das ORF Radio-Symphonieorchester Wien unter der Leitung von Marin Alsop, die als erste Frau Chefdirigentin eines großen US-amerikanischen Orchesters wurde, sein Vorspiel zu „Julius Cäsar“ zur Aufführung bringt (30.9.). Mit den Skizzen und Fragmenten seiner unvollendeten Werke setzen sich Kompositionsstudierende der Anton Bruckner Privatuniversität im Rahmen des Projektes Rewriting Rott kreativ und stilistisch eigenständig auseinander (5.–10.9.).

Zum anderen widmet das Internationale Brucknerfest Linz 2021 der gebürtigen Linzerin Mathilde Kralik von Meyrswalden, einer Privatschülerin Bruckners, der eine erstaunliche Karriere als Komponistin gelang, einen kleinen Schwerpunkt. Die 1857 in Linz geborene Mathilde Kralik von Meyrswalden war eine der ganz wenigen erfolgreichen Komponistinnen ihrer Zeit. Schon als junges Mädchen wurde ihre musikalische Begabung erkannt und gefördert. Nach der Übersiedlung ihrer Familie nach Wien erhielt sie Privatunterricht bei Anton Bruckner und studierte anschließend in derselben Klasse wie Gustav Mahler am Konservatorium der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien. Bis zu ihrem Tod im Jahre 1944 lebte und wirkte sie in Wien. Ihr Schaffen und jede Menge geballte Frauenpower steht am 18. September im Mittelpunkt der Klassischen Klangwolke 21, in der das FSOA, das Female Symphonic Orchestra Austria, unter Silvia Spinnato und der italienischen Geigerin Francesca Dego, die zu den bedeutendsten jungen Künstlerinnen der internationalen Musikszene zählt, für ein einzigartiges Konzerterlebnis sorgen werden (18.9.).

PUBLIKUMSLIEBLINGE, SUPERSTARS UND GROSSARTIGE ENSEMBLES

Zahlreiche Publikumslieblinge, Superstars und großartige Ensembles bringen diese faszinierenden Werke beim Internationalen Brucknerfest Linz 2021 zur Aufführung: Die international renommierten Bamberger Symphoniker unter ihrem Chefdirigenten Jakub Hrůša  (28.9.) sowie das ORF Radio-Symphonieorchester Wien unter der Leitung von Marin Alsop (30.9.), die als erste Frau Chefdirigentin eines großen US-amerikanischen Orchesters wurde, geben sich die Ehre. 

Das Bruckner Orchester Linz unter Markus Poschner nimmt sich mit Gustav Mahler und seiner sinfonischen Kantate Das klagende Lied (23.9.) sowie der 3. Sinfonie (5.10.) eines der entschiedensten Vorkämpfer Anton Bruckners an. Die Lieder von Hugo Wolf, der Bruckner zeitlebens verehrte, werden von Stars wie der brillanten jungen Grazer Mezzosopranistin Sophie Rennert (14.9.), Bühnenlegende Waltraud Meier, die ihr spannungsvoll erwartetes Brucknerhaus-Debüt gibt (22.9.), und Thomas Hampson, der auf eine einzigartige internationale Karriere stolz sein darf (3.10.), interpretiert. Der britische Stardirigent Sir Antonio Pappano, der den Taktstock gegen das Klavier eintauscht (22.9.), der österreichische Organist und Dirigent Martin Haselböck, der als einer der bedeutendsten Vorkämpfer originaler Klangkultur gilt (3.10.), sowie die bereits international gefragten jungen Musiker*innen des TONALi Trios (9.10.) werden für unvergessliche Konzerthighlights sorgen. 

Stars wie Pianist Paul Lewis (12.9.) und Altmeister Michail Jurowski (19.9.), der begehrte RIAS Kammerchor Berlin (26.9.) und Stardirigent Hartmut Haenchen, ein ausgewiesener Bruckner-Experte und einer der großen Bruckner-Dirigenten unserer Zeit (11.10.), werden Werke von Bruckner und seinen Schüler*innen und Wegbegleitern zum Klingen bringen. Nicht zu vergessen die unnachahmliche Martha Argerich, die mit Lilya Zilberstein Bruckners 3. Sinfonie in der Fassung für Klavier zu vier Händen von Gustav Mahler und dem Bruckner-Schüler Rudolf Krzyzanowski aufführen wird (29.9.), exklusiv einstudiert für das Internationale Brucknerfest Linz 2021. Selbstverständlich darf Publikumsliebling Wolfgang Böck nicht fehlen, zum vierten Mal in Folge verkörpert der Linzer Schauspieler heuer nun schon Anton Bruckner (2.10.) und zeigt durch eine Lesung aus Erinnerungsschriften und Briefen, welch spannendes Bild die Schüler*innen von ihrem Lehrmeister gezeichnet haben, dem sie so nah waren, wie sonst kaum jemand.

 

Infos & Tickets: www.brucknerfest.at. www.brucknerhaus.at 

 

Martha Argerich
Martha Argerich © Adriano Heitman
Jakub Hrůša
Jakub Hrůša © Zbynek Maderyc
Francesca Dego
Francesca Dego © Davide Cerati
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