06.06.2019

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Wolf D. Prix, 1942 in Wien geboren, ist Design Director und CEO von COOP HIMMELB(L)AU. Er studierte Architektur an der Technischen Universität Wien, an der Architectural Association in London und am Southern California Institute of Architecture (SCI-Arc) in Los Angeles

Wolf D. Prix ist unter anderem Mitglied der Österreichischen Bundeskammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten, des Bundes Deutscher Architekten Deutschland (BDA), des Royal Institute of British Architects (RIBA), der Architektenkammer Santa Clara, Kuba und Fellow of the American Institute of Architecture (FAIA)

Wolf D. Prix erhielt zahlreiche Auszeichnungen, unter anderen den Großen Österreichischen Staatspreis, das Österreichische Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst, den Erich Schelling Architektur Preis und den Hessischen Kulturpreis. Er ist ständiges Mitglied im Österreichischen Kunstsenat und in der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste sowie seit Mai 2017 Ehrenmitglied in der Österreich | Deutschland | Gesellschaft. Prix ist Vorsitzender der Kurie für Kunst seit Herbst 2014.

Von seinen zahlreichen internationalen Lehrtätigkeiten war seine Amtszeit an der Universität für angewandte Kunst Wien die Prägendste: Als Vorstand des Instituts für Architektur und Vizerektor der Hochschule (2003 bis 2012) hat Prix internationale Standards in der ArchitektInnenausbildung gesetzt.  Bereits 1993 war er als Professor an die Universität  berufen worden und leitete dort das Studio Prix.

Als Gastprofessor lehrte er 1984 an der Architectural Association in London und 1990 an der Harvard University in Cambridge, Massachusetts. Von 1987 bis 1995 war Wolf D. Prix als Assistenz-Professor an der SCI-Arc in Los Angeles tätig, wo er immer noch Gastvorlesungen hält. Seit 1998 ist er Fakultätsmitglied der Columbia University in New York. An der University of California, Los Angeles (UCLA) übernahm er 1999 den Harvey S. Perloff-Lehrstuhl und 2001 eine Gastprofessur. Für das Sommersemester 2015-2016 unterrichtet Wolf D. Prix als Gastprofessor an der  Yale School of Architecture in New Haven, USA.

Zwei Universitäten haben ihm den Ehrendoktortitel verliehen: Die Universidad de Palermo, Buenos Aires, Argentinien (2001) und die "Ion Mincu" University of Architecture and Urbanism, Bukarest, Rumänien (2014). 2015 hat ihn die Architectural Association in London mit einem Ehrendiplom ausgezeichnet.

Wolf D. Prix zählt zu den Erfindern der Architekturrichtung des Dekonstruktivismus. Die Einladung zur Ausstellung „Deconstructivist Architecture“ im MoMA New York im Jahr 1988 bedeutete den internationalen Durchbruch für COOP HIMMELB(L)AU. 

Im Laufe der letzten Jahrzehnte wurden Wolf D. Prix und Team mit zahlreichen internationalen Architekturpreisen ausgezeichnet. 

COOP HIMMELB(L)AU

COOP HIMMELB(L)AU wurde 1968 in Wien gegründet und arbeitet seither unter der Leitung von Wolf D. Prix als CEO und Design Director in den Bereichen Architektur, Stadtplanung, Design und Kunst. 1988 wurde ein weiteres Atelier in Los Angeles, USA, eröffnet. COOP HIMMELB(L)AU beschäftigt derzeit zwischen 50 und 150 Mitarbeiter aus 19 Nationen. Das Team hat in zahlreichen Ländern Museen, Konzerthäuser, Schulen, Konferenzzentren, Forschungs- und Verwaltungsgebäude sowie Wohnbauten realisiert und arbeitet zurzeit an Projekten in Europa, Asien und dem Mittleren Osten. 

Projekte (Auswahl)

Zu den international bekanntesten Projekten von COOP HIMMELB(L)AU gehören der Dachausbau Falkestraße in Wien (fertig gestellt 1988), der multifunktionale Dresdner UFA Kinopalast (1998) in Deutschland, die Akademie der Bildenden Künste (2005) und die BMW Welt (2007) in München, das Akron Art Museum in Ohio (2007), die Central Los Angeles Area High School #9 of Visual and Performing Arts in Kalifornien (2008), das Busan Cinema Center in Südkorea (2011) sowie das Dalian International Conference Center in China (2012) und das House of Music im dänischen Aalborg (2014) . Kürzlich fertiggestellt wurden das Musée des Confluences in Lyon, Frankreich (2014), die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt/ Main, Deutschland (2014), das MOCAPE Museum of Contemporary Art & Planning Exhibition in Shenzhen, China (2016) und das PANEUM – Wunderkammer des Brotes in Asten, Österreich (2017). 

COOP HIMMELB(L)AU hat in den vergangenen Jahren auch wichtige Projekte in Wien realisiert, darunter den SEG Apartment Tower (1998), die SEG Apartment Block Remise (2000), den Wohnbaukomplex Gasometer B (2001), die Büro- und Wohnanlage Schlachthausgasse (2005) sowie die Wohnanlage „Brauerei Liesing“ in Wien, Österreich (2011).

Zu den aktuellen Projekten, von dem weltweit operierenden Atelier COOP HIMMELB(L)AU, gehört u.a. das Dawang Mountain Resort in Changsha, China.  Weitere Projekte in Planung sind die Zentralbank der Republik Aserbaidschan in Baku, „the 5th World, Russell Means Library, Porcupine, South Dakota, sowie ATMOS Selfness Resort und Cape 10.

Ausstellungen (Auswahl)

Die Arbeiten von COOP HIMMELB(L)AU sind wegweisend für die Architektur der Gegenwart und immer wieder Gegenstand internationaler Ausstellungen. Zu den größten und bekanntesten zählen die von Philip Johnson und Mark Wigley kuratierte Ausstellung Deconstructivist Architecture 1988 im New Yorker Museum of Modern Art und die Construire le Ciel 1992 im Centre Georges Pompidou in Paris.

Weltweit angesehene Institutionen wie die Getty Foundation in Los Angeles, das Österreichische Museum für angewandte Kunst/Gegenwartskunst (MAK) in Wien und das Centre Georges Pompidou, Paris zeigen Werke von COOP HIMMELB(L)AU in ihren Dauerausstellungen.

1996 wurde COOP HIMMELB(L)AU als Repräsentant Österreichs zur 6. Internatio-nalen Architektur Biennale in Venedig, Italien, eingeladen. Seither ist das Atelier dort regelmäßig vertreten und hat Projekte wie die BMW Welt, das Lyoner Musée des Confluences und das Guangzhou Opera House präsentiert. 2014 wurde das Studio eingeladen, im Österreich Pavillon zum Thema „Plenum. Orte der Macht“ zwei Projekte zu zeigen: den Entwurf für das Albanische Parlament in Tirana und das Konferenzzentrum in Dalian/China, das als Ort für die asiatische Ausgabe des Weltwirtschaftsforums Davos errichtet wurde.

Auch in der Aedes East Galerie in Berlin war COOP HIMMELB(L)AU mehrmals vertreten, etwa mit den Ausstellungen Skyline 1985, The Vienna Trilogy + One Cinema 1998 und in einer Ausstellung zum Wettbewerb um das BMW Erlebnis- und Auslieferungszentrum im Jahr 2002. Anlässlich des 70. Geburtstags von Wolf D. Prix widmete das Aedes Architektur Forum Berlin dem Team eine Ausstellung mit dem Titel COOP HIMMELB(L)AU: 7+ Wolf D. Prix & Partner Projects Models Plans Sketches Statements

2007/2008 wurde die Werkschau COOP HIMMELB(L)AU.Beyond the Blue im MAK in Wien gezeigt und wanderte 2009 in das Wexner Center for the Arts nach Columbus, Ohio, USA. 2009 präsentierte das NTT InterCommunication Center [ICC] in Tokio, Japan in der Ausstellung COOP HIMMELB(L)AU: Future Revisited die beiden Installationen „Astro Balloon 1969 Revisited - Feedback Space“ und „Brain City Lab“. 2011 folgte die Ausstellung „Architecture is the Media and the Media is the Message“ im Busan Design Center, Südkorea.

Nicht zuletzt zeichnete COOP HIMMELB(L)AU auch selbst für das Design mehrerer Ausstellungen verantwortlich. Zu den bekanntesten Arbeiten zählen Paradise Cage: Kiki Smith and Coop Himmelb(l)au im Museum of Contemporary Art in Los Angeles 1996 und die Ausstellung Rudi Gernreich: Fashion will go out of fashion für den Steirischen Herbst 2000 in Graz, die später in Philadelphia, USA, zu sehen war.

 

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