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Wissenschaftliches Symposium - Tag 2

06
Okt
Internationales Brucknerfest Linz 2018
Samstag, 09:00, Brucknerhaus, Mittlerer Saal

Anton Bruckners frühe Kirchenmusik im Spiegel der Tradition
in Kooperation mit dem Anton Bruckner Institut Linz

Bis zur Missa solemnis (WAB 29) aus dem Jahr 1854 steht das kirchenmusikalische Werk Anton Bruckners ganz im Zeichen barocker und klassischer Tradition. Sein Schaffen bewegte sich bis dahin im engen Rahmen kirchlicher Gebrauchsmusik, wie zu Beginn des 19. Jahrhunderts im ländlichen Bereich allgemein üblich. Vorbilder waren etwa Joseph und Michael Haydn, Wolfgang Amadeus Mozart, Johann Baptist Schiedermayr, Johann August Dürrnberger oder sein Cousin Johann Baptist Weiß, die mit ihren vielfach flexibel besetzten Messen, Motetten und Offertorien das bestimmende Repertoire in seinem Umfeld lieferten. Erst nach Bruckners Unterricht bei Leopold von Zenetti in Enns und der Fertigstellung seines Requiems (WAB 39) bzw. seiner Missa solemnis gelang es ihm, seine Lehrerlaufbahn zu beenden. Von nun an verstand sich Bruckner ausschließlich als Komponist, der bald seinen Individualstil entwickeln sollte.

Im Rahmen dieser Tagung soll der Frage nachgegangen werden, warum sich barocke Traditionen bis ins 19. Jahrhundert halten konnten und deren Einflüsse auf Bruckners Frühwerk aufgezeigt werden. Dabei stehen geistige Strömungen, musikalische Vorbilder und Gattungen ebenso zur Diskussion, wie ausgewählte Kompositionen Bruckners.

Mit Hans Joachim Hinrichsen (Zürich), Peter Gretzel (St. Pölten), Johannes Leopold Mayer (Wien), Klaus Petermayr (Linz), Paul Hawkshaw (Yale), Andreas Lindner (Wien), Rainer Boss (Bonn), Karin Wagner (Wien/Linz), Wolfgang Kreuzhuber (Linz), Ernst Schlader (Linz), Ikarus Kaiser (Wilhering/Linz) und Christian Neuhuber (Graz).
 

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Preis: Euro 0,- Freier Eintritt