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Serenus Quartett & Michael Korstick

26
Jan
Konzerte - Kammermusik
Samstag, 19:30, Mittlerer Saal

Karl Weigl

1881 in Wien geboren, von Gustav Mahler als Korrepetitor an die Wiener Hofoper geholt, erlangte der Komponist Karl Weigl in seiner Heimat relativ rasch Berühmtheit. Wilhelm Furtwängler und George Szell nahmen sich seiner Werke an, ebenso das Busch- und das Rosé-Quartett, Stars der Oper sangen seine Lieder. Doch die Machtergreifung der Nationalsozialisten setzten all dem ein jähes Ende: Seiner jüdischen Abstammung wegen musste Karl Weigl in die USA emigrieren, wo er sich vor allem als Lehrer über Wasser hielt.

1949 ist er in New York gestorben. Dass seine Musik nach 1945 in Europa vergessen blieb, hat vor allem damit zu tun, dass er – obwohl mit Arnold Schönberg und dessen Kreis in engem Kontakt stehend – den Schritt zur Atonalität und zur Zwölftontechnik nicht mitvollzog, sondern bis zuletzt seinem spätromantisch-expressionistischen Idiom treu blieb. Das galt nach 1945 als „rückständig“, erst in den letzten zwanzig Jahren fand diesbezüglich ein Umdenken statt. Es ist daher an der Zeit, an diesen großen Musiker zu erinnern, vielleicht sogar eine Karl Weigl-Renaissance einzuläuten.

Michael Korstick, Wahl-Linzer und als Beethoven-Interpret weltweit geschätzt, macht sich, gemeinsam mit dem Serenus Quartett für Weigls Klavier- und Kammermusik stark. Acht Streichquartette hat er komponiert, das 4. entstand 1924, das 6. Streichquartett 1939.


PROGRAMM


KARL WEIGL
(1881–1949)
Streichquartett Nr. 4 d-moll (1923–24)
Toteninsel. Phantasie für Klavier (1903)

- Pause -

Streichquartett Nr. 6 C-Dur (1939)
Revelation, aus: Drei Intermezzi für Streichquartett, Nr. 1 (1941)

 

MITWIRKENDE


Michael Korstick
Klavier
Serenus Quartett
Alexander Knaak Violine
Michael Mayer-Freyholdt Violine
Dorothea Funk Viola
Dita Lammerse Violoncello

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Preis: Euro 35,- / 25,- / 15,- // Jugendkarte: 7,-