Nach dem verheerenden Ausgang des Deutsch-Französischen Krieges 1871 befand sich das französische Musikleben im Wandel: Komponist:innen wie César Franck beschäftigen sich intensiv mit der Suche nach neuen, ›typisch französischen‹ musikalischen Ausdrucksformen, vor allem im Bereich der Kammermusik. Mit seinem 1878/79 entstandenen Klavierquintett f-Moll ist Franck dabei ein Geniestreich gelungen. Um diesen Meilenstein der französischen Musikgeschichte auf die Bühne zu bringen, haben sich die jungen Musiker des vielfach ausgezeichneten Quatuor Arod mit dem Pianisten Alexandre Tharaud zusammengetan. Den Abend eröffnet Fanny Hensels wunderbares Streichquartett in Es-Dur, das einzige Werk dieser Gattung, das die Komponisten schrieb. Dem Werk gegenüber steht in der ersten Hälfte Béla Bartóks ambitioniertes Streichquartett Nr. 4 in C-Dur.
Fanny Hensel // 1805–1847
Streichquartett Es-Dur // 1834
Béla Bartók // 1881–1945
Streichquartett Nr. 4 C-Dur Sz. 91 // 1928
// Pause //
César Franck // 1822–1890
Quintett f-Moll für 2 Violinen, Viola, Violoncello und Klavier FWV 7 // 1878–79
Alexandre Tharaud | Klavier
Quatuor Arod
Jordan Victoria | Violine
Alexandre Vu | Violine
Tanguy Parisot | Viola
Jérémy Garbarg | Violoncello
Für Konzertbesucher:innen findet um 18:45 Uhr (bei freiem Eintritt) eine Konzerteinführung im Mittleren Saal statt.