Für den Bariton Georg Nigl soll das Kunstlied immer auch die Widersprüche und Gefahrenzonen unserer Zeit verhandeln. Gemeinsam mit Nicholas Ofczarek – Schauspieler am Burgtheater – und Markus Hinterhäuser – Pianist und Intendant der Salzburger Festpiele – lässt er sich in Die letzten Tage der Menschlichkeit? auf das Abenteuer der Texte von Karl Kraus ein, denen er Lieder von Komponisten wie Dmitri Schostakowitsch, Gustav Mahler oder Hanns Eisler an die Seite stellt. Das Resultat ist ein Kunstereignis, das man nicht vergisst: Die letzten Tage der Menschlichkeit? ist kein Konzert im klassischen Sinn, sondern eine leidenschaftliche, poetische und tief bewegende Auseinandersetzung mit Krieg, Hoffnung und Würde.
Karl Kraus // 1874–1936
Auszüge aus Die letzten Tage der Menschheit // 1915–22
verschränkt mit
Hanns Eisler // 1898–1962
Ballade vom Wasserrad // 1934
Horatios Monolog // 1954
An die Hoffnung // 1942
Gustav Mahler // 1860–1911
Urlicht // 1905
Der Tamboursg’sell // 1901
Hanns Eisler
Spruch 1939 // 1939
Gustav Mahler
Wo die schönen Trompeten blasen // 1898
Hanns Eisler
Der Graben // 1959–61
Dmitri Schostakowitsch // 1906–1975
Präludium es-Moll op. 34 Nr. 14 für Klavier solo // 1933
Gustav Mahler
Revelge // 1899
Pete Seeger // 1919–2014
Sag mir, wo die Blumen sind // 1955
Hanns Eisler
Und endlich // 1953
Nicholas Ofczarek | Sprecher
Georg Nigl | Bariton
Markus Hinterhäuser | Klavier