Im Zwielicht des »dunkelnächt’gen Landes« zwischen Leben und Tod – oder Tod und Leben – geht eine kleine Gruppe sich Erinnernder: Die Wandernden verstehen noch nicht ganz, wo sie sind. Ihre müden Gedanken kreisen um ihre letzten Stunden und darum, was ihr Leben wohl gewesen sein mag. Nur ein Knabe weiß von nichts: Jeder seiner Schritte ist von einer Fröhlichkeit getragen, die er den anderen gerne mitteilen würde. Glockenschläge ertönen. Der Knabe erkennt, dass die Stunde gekommen ist, den ziellosen Weg zu beenden ... In ihrer Erzählung Die Karawane und die Auferstehung widmete sich Ingeborg Bachmann nur wenige Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs den großen Fragen nach Transzendenz, Erlösung und dem Sinn des Lebens. Komponist Wolfgang Sauseng und Librettistin Elisabeth Vera Rathenböck heben die Prosa der österreichischen Schriftstellerin, die im Jahr 2026 ihren 100. Geburtstag feiern würde, gemeinsam mit dem Chorus sine nomine und Johannes Hiemetsberger eindrucksvoll auf die Bühne.
Wolfgang Sauseng // * 1956
Frühling. Leeres Land. Musikalisches Szenario für Soli, Chor mit Handglocken, Saxofonquartett, Schlagwerk, Klavier und Kontrabass // 2025
Libretto:
Elisabeth Vera Rathenböck // * 1966
nach der Erzählung Die Karawane und die Auferstehung von Ingeborg Bachmann
Katharina Linhard | Knabe (Sopran)
Johanna Zachhuber | Alte Frau (Mezzosopran)
Bernhard Landauer | Mädchen (Altus)
Sebastian Taschner | Invalide (Tenor)
Korbinian Schlag | Alter Mann (Bariton)
Chorus sine nomine
Mobilis Saxofonquartett
Michael Krenn | Sopransaxofon
Georg Palmanshofer | Altsaxofon
Yukiko Krenn | Tenorsaxofon
Goran Jurković | Baritonsaxofon
György Handl | Klavier
Tommaso Huber | Kontrabass
Igor Gross | Schlagwerk
Johannes Hiemetsberger | Dirigent
Für Konzertbesucher:innen findet um 17:15 Uhr (bei freiem Eintritt) eine Konzerteinführung im Mittleren Saal statt.