Als der böhmische Komponist Anton Reicha im Jahr 1808 nach Paris übersiedelte, machte er dort die Bekanntschaft mit fünf herausragenden Musikern, die ihn dazu veranlasste, eine Reihe von Quintetten für Querflöte, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott zu komponieren. Damit war der Grundstein einer Gattung gelegt, die sich im weiteren Verlauf des 19. und 20. Jahrhunderts großer Beliebtheit erfreute. Ausgehend von Reicha entführen die Musiker:innen des tschechischen Alinde Quintets, Gewinner des ARD-Wettbewerbs 2024, in die Welt der französischen Kammermusik für Bläserquintett: Von Darius Milhauds farbenreicher Suite La Cheminée du roi René, über ein Arrangement von Maurice Ravels Le tombeau de Couperin bis hin zu wilden Tänzen von Henri Tomasi.
Anton Reicha // 1770–1836
Bläserquintett F-Dur op. 100, Nr. 1 // 1824
Darius Milhaud // 1892–1974
La Cheminée du roi René. Suite op. 205 // 1939
// Pause //
Maurice Ravel // 1875–1937
Le tombeau de Couperin M. 68a // 1914–17, 1919
[Bearbeitung für Bläserquintett von Mason Jones]
Henri Tomasi // 1901–1971
Cinq danses profanes et sacrées // 1959
Alinde Quintet
Anna Talácková | Flöte
Barbora Trnčíková | Oboe
David Šimeček | Klarinette
Kryštof Koska | Horn
Petr Sedlák | Fagott