01.10.2026

Endlich ein Fest! Brucknerfest 2026 begeistert

Mit Brahms’ Deutschem Requiem endete am Mittwoch, den 30. September 2026, ein wirkungsvolles Brucknerfest, das unter dem Schlüsselwort ›endlich‹ stand. 12.419 Gäste bei 23 Ereignissen bescheren eine Auslastung von 88 %. Einschließlich der Kurzkonzerte in der Stadt und offener Formate im Brucknerhaus haben insgesamt über 15.000 Besucher:innen dieses Brucknerfest zu einem Fest gemacht.

Der Bogen spannte sich von einer bewegenden Eröffnung mit dem Oberösterreichischen Jugendsinfonieorchester unter Kajsa Boström bis zu musikalischen Sternstunden mit Christian Tetzlaff im Alten Dom, radikal Unerhörtem mit Hanni Liang und dem langersehnten Debüt von Jazz-Ikone Brad Mehldau. Severin Trogbacher brachte Brucknerklänge nicht nur auf den Südbahnhofmarkt, sondern auch ins Altersheim.

Um den Klangkosmos Bruckner kreisten die Filarmonica della Scala, das Mahler Academy Orchestra, das BBC Philharmonic Orchestra und das Bruckner Orchester Linz mit Weltstars wie Jean Rondeau, Anja Bihlmaier und Håkan Hardenberger. Christoph Sietzen und Motus Percussion ließen die Trendsporthalle Lissfeld mit einem klingenden ›Wasserfall‹ von Georg Friedrich Haas als phänomenalen Resonanzort entdecken.

Das Familienfest und der Tag des Denkmals zogen Klein und Groß, Alt und Jung in alle Ecken und Enden des Brucknerhauses. Erfreulich ist auch, dass mehr als 2.000 Menschen die begleitenden Vermittlungsformate wie die Konzerteinführungen in Anspruch genommen haben.

An Bruckners Todestag, den 11. Oktober 2026, wird schließlich Franz Welser-Möst sein finales Konzert als Chefdirigent des Cleveland Orchestra im restlos ausverkauften Großen Saal des Brucknerhauses geben.

»Wir freuen uns unbändig, dass die weitere konsequente Öffnung des Programms und der Spielräume rundum den Genius Loci auf unerhörte Resonanz stößt. Linz wird mit dem Epizentrum Brucknerhaus immer mehr zu einem Festspielort, der nicht mehr im Verborgenen liegt, sondern auch unerwartet spürbar wird. Wir werden diesen Weg in die Stadt und in die Gesellschaft hinein mit viel Erfindungsgeist und leidenschaftlicher Anstrengung weitergehen und wollen auch die internationale Hör- und Sichtbarkeit des Festivals stärker in den Fokus nehmen.«
Norbert Trawöger, Künstlerischer Direktor Brucknerhaus/LIVA

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