Marc Reibel © Csaba Grünfelder
Mi 4 Dez 19:30
Grosser Saal Brucknerhaus Linz
Festkonzert
„100 Jahre
Linzer Konzertverein“

Es ist schon etwas Besonderes, wenn eine Vereinigung wie der Linzer Konzertverein auf hundert Jahre seines Bestehens zurückblicken kann. Gehören doch zu dieser Erfolgsgeschichte nicht nur begeisterte Musiker und Musikerinnen, sondern auch ein treues Publikum. Ohne Publikum gäbe es keine Konzerte - jährlich ein Frühjahrs- und ein Herbstkonzert – und somit könnte der Konzertverein auch nicht auf erfolgreiche und wechselvolle hundert Jahre verweisen.

Hervorgegangen aus einem Hausmusikkreis, der 1919 den Namen „Tonzunft“ erhielt und eher der heiteren Musik huldigte. Doch schon ein Jahr später widmeten sich die 18 Musiker mehr der klassischen Musik. Im September 1925 wurde beschlossen, den Namen in „Linzer Konzertverein“ zu ändern und den Konzertbetrieb erneut zu erweitern. Am 22. April 1939 gab der Verein anlässlich seines 20-jährigen Bestehens ein Festkonzert, das auf lange Zweit sein letztes war. Vom damaligen Obmann Josef Straub wurde der Verein vorausblickend „ruhend“ gestellt und entging so der Auflösung durch die NS-Behörden. Nach dem Krieg wollten heimgekehrte Musiker ihre Orchestertätigkeit wieder aufnehmen und 1947 war es soweit. Am 28. Juni bestritt der Linzer Konzertverein sein erstes Symphoniekonzert. Es war dies das einzige Symphoniekonzert des Jahres in Linz. Von nun an ging es bergauf.

Seither kommt der Linzer Konzertverein seinem Auftrag, sich als Amateurorchester dem Studium und der Darbietung sinfonischer Werke und der Förderung der Jugend und regionaler Künstler zu widmen alljährlich gewissenhaft nach. Und nun ist es soweit: Das Programm des Festkonzertes steht fest:

Den besonderen Konzertabend leitet die Wiener Philharmoniker Fanfare von Richard Strauss ein, gefolgt von der Akademischen Festouvertüre von Johannes Brahms. Von diesem Komponisten folgt die Rhapsodie für eine Altstimme, Männerchor und Orchester. Nach der Pause erfreut das Te Deum für die Kaiserin Marie Therese von Joseph Haydn für gemischten Chor, Orchester und Orgel und zum Abschluss erklingt die Fantasie für Klavier, Orchester und Chor in c-Moll von Ludwig van Beethoven mit Clemens Zeilinger als Solisten.

Am Gelingen des Abends sind unter der Stabführung von Marc Reibel beteiligt: Regina Riel, Andrea Wögerer, Christa Ratzenböck, Kurt Azesberger, Christian Havel, Klaus Kuttler und Ikarus Kaiser an der Orgel sowie das Collegium Vocale, der Hard-Chor, die Linzer Singakademie und Schüler und Schülerinnen des Musikgymnasiums.

Programm


Richard Strauss (1864-1949)

Wiener Philharmoniker Fanfare AV 109


Johannes Brahms (1833-1897)

Akademische Festouvertüre op. 80


Johannes Brahms (1833-1897)

Rhapsodie für eine Altstimme, Männerchor und Orchester op. 53


Joseph Haydn (1732-1809)

Te Deum für die Kaiserin Marie Therese Hob. XXIIIc:2 für gemischten Chor, Orchester und Orgel


Ludwig van Beethoven (1770-1827)

Fantasie für Klavier, Orchester und Chor c-Moll op. 80

Besetzung

Clemens Zeilinger | Klavier

Ikarus Kaiser | Orgel

Regina Riel | 1. Sopran

Andrea Wögerer | 2. Sopran

Christa Ratzenböck | Mezzosopran

Kurt Azesberger | 1. Tenor

Christian Havel | 2. Tenor

Klaus Kuttler | Bariton


Linzer Singakademie

(Einstudierung: Alexander Koller)

Collegium Vocale

(Einstudierung: Josef Habringer)

Hard-Chor

(Einstudierung: Alexander Koller)

SchülerInnen des Musikgymnasiums Linz

Marc Reibel | Dirigent