Körperspuren © Otmar Wallenta
Fr 4 Okt 14:00
Mittlerer Saal Brucknerhaus Linz
Bruckner und die Frauen

Das Thema „Bruckner und die Frauen“ ist in der Biographie des Komponisten zwar allgegenwärtig, wurde aber bislang noch nie in größerem Zusammenhang wissenschaftlich untersucht, da auf den ersten Blick nur wenige konkrete Anhaltspunkte existieren. Das Symposium begibt sich also auf Spurensuche in einem weitgehend unerforschten Gebiet, zu dem Bruckners Beziehung zur Mutter ebenso gehört wie seine angeblich ständige Verliebtheit, aber auch seine vermeintlich einzige große Liebe, die Fleischhauertochter Josefine Lang.

Wissenschaftlich aufzuarbeiten und in Referaten darzustellen gilt es vornehmlich drei große Themenbereiche: das zeitgenössische Frauenbild, Bruckners gesellschaftlichen und sozialen Stellenwert als Junggeselle innerhalb seines unmittelbaren Umfeldes sowie die Biographien seiner ‚Angebeteten‘. Ferner sind mögliche Einflüsse auf Bruckners kompositorisches Schaffen und seine künstlerische Entwicklung zu berücksichtigen. Das Symposion ist dabei als interdisziplinäre Annäherung an ein komplexes Thema konzipiert.

Programm

14:00

Eröffnung & Begrüßung

VD Mag. Dietmar Kerschbaum

HR Doz. Dr. Bernhard Prokisch

Dr. Klaus Petermayr


14:30

Das Frauenbild zur Zeit Anton Bruckners

Univ.-Prof. Dr. Gabriella Hauch, Wien


15:00

„I steh’ da ’s scho guat für die heitige Nåcht“. Sexualmoral zur Lebenszeit Bruckners zwischen „Fensterl“ und „verschwiegenem Gasserl“

Dr. Johannes Leopold Mayer, Baden


15:30

Kaffeepause

16:00

„In absoluter Dunkelheit“. Der Koitus im 19. Jahrhundert, sozialhistorische Anmerkungen zu Theorie und Praxis.

Dr. Marion Wisinger, Wien


16:30

Mode um Anton Bruckner

Dr. Thekla Weissengruber, Linz


17:00

Kaffeepause


17:30

Bildschön. Bruckner und das Schönheitsideal seiner Zeit

Dr. Lothar Schultes, Linz


18:15

Präsentation des Buches Mensch Bruckner! Der Komponist und die Frauen

Dr. Friedrich Buchmayr, St. Florian