Christoph von Dohnanyi © Fotostudio Heinrich
So 11 Okt 18:00
Stiftsbasilika St. Florian
Christoph von
Dohnányi & Bruckner
Orchester Linz

Eine illustre SolistInnenriege, das Bruckner Orchester Linz und der Bachchor Salzburg präsentieren unter der Leitung des Stardirigenten Christoph von Dohnányi mit Anton Bruckners Vertonung des 146. Psalms und Johannes Brahms’ Deutschem Requiem zwei ebenso monumentale wie emotionale Sakralwerke, mit deren textlicher Demut und musikalischer Pracht das Gedenken an Bruckners Todestag würdig gefeiert wird. Bruckner komponierte sein kantatenartig konzipiertes Werk vermutlich vor 1858, möglicherweise nach seiner Ernennung zum Dom- und Stadtpfarrorganisten in Linz, und bewies dabei eindrucksvoll sein im Studium bei Simon Sechter vertieftes kontrapunktisches Können.

Etwa zur selben Zeit beschäftigte sich Brahms erstmals mit musikalischem Material, das später Eingang in sein 1868 vollendetes Deutsches Requiem finden sollte. Dem hymnischen, ebenfalls deutschsprachigen Lobpreis in Bruckners Werk steht hier eine aus verschiedenen, vornehmlich alttestamentarischen Quellen zusammengesetzte Trauermusik entgegen, deren subjektiven, überkonfessionellen Gestus der Komponist dezidiert „als Seligpreisung der Leidtragenden“ verstanden wissen wollte: „Was den Text betrifft, will ich bekennen, daß ich recht gern auch das ‚Deutsch‘ fortließe und einfach den ,Menschen‘ setzte […].“

Programm

Anton Bruckner (1824–1896)

Psalm 146 („Alleluja! Lobet den Herrn, denn lobsingen ist gut“) A‑Dur für Soli, zwei vierstimmige gemischte Chöre und großes Orchester, WAB 37 (bis 1858)


– Pause –


Johannes Brahms (1833–1897)

Ein deutsches Requiem nach Worten der Heiligen Schrift für Soli, Chor und Orchester, op. 45 (1861, 1865–66, 1868)

Besetzung

Jacquelyn Wagner | Sopran

Stephanie Houtzeel | Mezzosopran

Kyungho Kim | Tenor

Michael Volle | Bariton

Bachchor Salzburg

Bruckner Orchester Linz

Christoph von Dohnányi | Dirigent