Programmheft zur Veranstaltung
Pathétique! Nicht weniger als die größtmögliche dramatische Geste vollzieht das Konzert, mit dem das Bruckner Orchester Linz den Zyklus der Großen Orchester in der Saison 26–27 einläutet. Mit Pjotr Iljitsch Tschaikowskis gleichnamiger 6. Symphonie h-Moll steht eines der großen Werke der Musikgeschichte im Mittelpunkt des Programms, das mit dessen Fantasie-Ouvertüre Romeo und Julia ebenso schicksalshaft beginnt. Am Pult debütiert Anna Rakitina, eine der aufregendsten Dirigentinnen der jungen Generation, die in den vergangenen Jahren weltweit von der New York Philharmonic bis zur Sächsischen Staatskapelle Dresden reüssieren konnte. Als Solist steht ihr Håkan Hardenberger, der fraglos herausragendste Trompetensolist unserer Zeit, zur Seite: Hardenberger bringt Bernd Alois Zimmermanns Trompetenkonzert Nobody knows de trouble I see auf die Bühne, das dieser 1954 in eigenen Worten »unter dem Eindruck des (leider auch heute immer noch bestehenden) Rassenwahns« komponierte und mit dem er in genialer Verschmelzung von Barock, Moderne, Jazz und Spirituals »gleichsam einen Weg der brüderlichen Verbindung zeigen« wollte.
Pjotr Iljitsch Tschaikowski // 1840–1893
Romeo und Julia. Fantasie-Ouvertüre // 1869, 1870, 1880
Bernd Alois Zimmermann // 1918–1970
Konzert Nobody knows de trouble I see für Trompete und Orchester // 1954
Zugabe:
Richard Rodgers // 1902–1979
My Funny Valentine aus dem Musical Babes in Arms // 1937
[Arrangement für Trompete solo von Thomas Stevens]
// Pause //
Pjotr Iljitsch Tschaikowski // 1840–1893
Symphonie Nr. 6 h-Moll op. 74 »Pathétique« // 1892–93
Håkan Hardenberger | Trompete
Bruckner Orchester Linz
Anna Rakitina | Dirigentin
Vorspiel
18:45, Mittlerer Saal
Kurze musikalische Einstimmung mit jungen Musiker:innen der Musikschule der Stadt Linz und anschließende Konzerteinführung mit Andreas Meier bei freiem Eintritt.
Nachspiel
Nach dem Konzert, Foyer Mittlerer Saal
Musikalischer Kommentar von Santiago Ruedas (Klavier) und Leonie Grössl (Geige) und spontane Gespräche zum Verweilen und Nachhorchen