Benjamin Appl © Lars Borges / Sony Classical
Mi, 4. Okt 23
19:30 Mittlerer Saal Brucknerhaus Linz
Benjamin Appl &
Kit Armstrong
vergangene Veranstaltung
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Liederabend

Im Jänner 2020 gab er mit einem Liederabend, der dem Begriff „Heimat“ nachspürte, sein Debüt im Brucknerhaus Linz. Nun kehrt der gefeierte deutsche Bariton Benjamin Appl im Rahmen des Internationalen Brucknerfestes Linz 2023 mit einem ebenfalls außergewöhnlichen Programm zurück. Begleitet wird er von einem Künstler, auf den das Attribut „außergewöhnlich“ nicht weniger zutrifft: dem US-amerikanischen Pianisten Kit Armstrong, der sich in den vergangenen Jahren bereits einen besonderen Platz im Herzen des Linzer Publikums erspielt hat. Gemeinsam bringen sie Lieder populärer und entdeckenswerter Komponistinnen von Hildegard von Bingen bis Judith Weir zur Aufführung und stellen dabei beispielsweise die wenig bekannte musikalische Seite der Schriftstellerin Annette von Droste-Hülshoff vor. Ergänzt werden diese Werke durch solche von Komponisten, darunter Joseph Haydn, Franz Schubert und Robert Schumann, die jedoch ausnahmslos auf literarischen Vorlagen von Frauen basieren, etwa den lange Zeit Johann Wolfgang von Goethe zugeschriebenen Gedichten der in Linz geborenen Marianne von Willemer. Ein Liederabend frei nach dem Motto der legendären italienischen Schauspielerin Eleonora Duse: „Ohne Frauen geht es nicht, das hat sogar Gott einsehen müssen.“

Programm

Hildegard von Bingen (1098–1179)

„O magne pater“, D 153 (o. J.) 


Corona Schröter (1751–1802) 

„Für Männer uns zu plagen“ (1782)


Joseph Haydn (1732–1809)

The Mermaid’s Song, Hob. XXVIa:25 (1794) 


The Spirit’s Song, Hob. XXVIa:41 (um 1795) 


Annette von Droste-Hülshoff (1797–1848) 

„Wer nie sein Brod mit Thränen aß“ (o. J.)


Judith Weir (* 1954)

Ständchen (1997) 


Franz Schubert (1797–1828)

Romanze aus der Bühnenmusik zu Rosamunde, Fürstin von Cypern, D 797, Nr. 3b (1823)


Suleika I („Was bedeutet die Bewegung?“), D 720 (1821)


Felix Mendelssohn Bartholdy (1809–1847)

Suleika, aus: Sechs Gesänge, op. 34, Nr. 4 (1837)


Robert Schumann (1810–1856)

Lied der Suleika, Nr. 9 aus: Myrthen, op. 25 (1840)


Die Flüchtlinge, aus: Zwei Balladen für Declamation mit Begleitung des Pianoforte, op. 122, Nr. 2 (1852) 


Ingeborg von Bronsart (1840–1913) 

Die Loreley (1865)


Amy Beach (1867–1944)

Nähe des Geliebten, Nr. 3 aus: Four Songs, op. 35 (1897) 


– Pause –

Ethel Smyth (1858–1944)

The March of the Women (1910)


Wolfgang Amadé Mozart (1756–1791)

Als Luise die Briefe ihres ungetreuen Liebhabers verbrannte, KV 520 (1787)


Nico Muhly (* 1981) 

The Last Letter (2015)


Ilse Weber (1903–1944) 

„Ich wandre durch Theresienstadt“ (um 1943)


Wiegala (um 1943)


Ade, Kamerad! (um 1943)


Nadia Boulanger (1887–1979)

„O schwöre nicht und küsse nur“ (1908) 


Pauline Viardot-García (1821–1910)

„Das ist ein schlechtes Wetter“, VWV 1054 (1869) 


Rebecca Clarke (1886–1979)

„Down by the salley gardens“ (1919) 


Liza Lehmann (1862–1918) 

„If I built a world for you“ (1904)


Evensong (1916)

Besetzung

Benjamin Appl | Bariton

Kit Armstrong | Klavier