Heikko Deutschmann ©Mathias Bothor
Mo 15 März 19:30
Mittlerer Saal Brucknerhaus Linz
Heikko
Deutschmann
liest Proust

Marcel Prousts „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“

Zum 150. Geburtstag des großen Schriftstellers trägt der beliebte Schauspieler und begnadete Vorleser Heikko Deutschmann aus jenem monumentalen Werk vor, ohne das eine dem Thema „Zeit“ gewidmete Saison unvollständig, wenn nicht sogar unvorstellbar wäre: Marcel Prousts Auf der Suche nach der verlorenen Zeit. Wohl kein anderer Autor der Literaturgeschichte hat die Kraft der Erinnerung, die sehnsuchtsvollen Reisen in Gedanken so sinnlich und hinreißend beschrieben wie Proust. Musik spielt dabei eine wichtige Rolle, besonders als Auslöser für die von Proust so genannte „unwillkürliche Erinnerung“. In Eine Liebe Swanns, dem Mittelteil des ersten Bandes der Recherche, fällt diese Funktion beispielsweise einer „kleinen Melodie“ aus der Violinsonate des fiktiven Komponisten Vinteuil zu, deren Vorbild Sonaten von Camille Saint-Saëns und César Franck gewesen sein dürften. Mit Auszügen aus diesen und weiteren französischen Werken für Violine und Klavier stellen Ulf Schneider und Jan Philip Schulze der unwiderstehlichen Sprache Prousts den Klang seiner Zeit zur Seite.

Programm

Marcel Proust (1871–1922)

Auszüge aus Auf der Suche nach der verlorenen Zeit (À la recherche du temps perdu). Roman in sieben Bänden (1913–27)

dazu französische Musik für Violine und Klavier von César Franck (1822–1890), Camille Saint-Saëns (1835–1921), Eugène Ysaÿe (1858–1931), Erik Satie (1866–1925), Reynaldo Hahn (1874–1947) und Maurice Ravel (1875–1937)

Besetzung

Heikko Deutschmann | Sprecher

Ulf Schneider | Violine

Jan Philip Schulze | Klavier