Kit Armstrong ©JF Mousseau
Do 15 Apr 19:30
Mittlerer Saal Brucknerhaus Linz
Kit
Armstrong IV

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1820–1920: TRANSZENDENZ DURCH DEKONSTRUKTION

In der „Zeit“-Saison 2020/21 laden die Klavierrecitals zu einer einzigartigen Hör-Reise durch 500 Jahre Musikgeschichte ein. Starpianist Kit Armstrong stellt in fünf Programmen, zwei davon im Rahmen der C. Bechstein Klavierabende, jeweils ausgewählte Kompositionen eines Jahrhunderts vor und wirft damit einen ebenso subjektiven wie faszinierenden Blick auf die Entwicklung der Musik für Tasteninstrumente zwischen 1520 und 2020.

Ausgehend von Bagatellen Ludwig van Beethovens und Franz Liszts hochvirtuoser H-Moll-Sonate, einem der bedeutendsten Klavierwerke der Romantik, verfolgt das vierte Konzert des Zyklus einen meist wenig beachteten Weg durch die Musik des „langen 19. Jahrhunderts“ und zeigt abseits der populären Repertoirepfade an prägnanten Beispielen auf, wie mit dem Spätwerk von Liszt ein Prozess einsetzte, der zur Dekonstruktion des Tons, der Formen, bei Leo Ornstein des Klangs, bei Arnold Schönberg der musikalischen Entwicklung und bei Rued Langgaard sogar des Instruments selbst führte.

Programm

Ludwig van Beethoven (1770–1827)

Elf Bagatellen für Klavier, op. 119 (1820–22)


Franz Liszt (1811–1886)

Klaviersonate h‐moll, S. 178 (1852–53)


– Pause –


Franz Liszt

Romance oubliée (Vergessene Romanze), S. 527 (1880)

Mosonyis Grabgeleit, S. 194 (1870)

Nuages gris (Trübe Wolken), S. 199 (1881)

Mephisto‐Polka, S. 217 (1882–83)


Rued Langgaard (1893–1952)

Insektarium. 9 Fixerbilleder, BVN 134 (1917)


Leo Ornstein (1892/93 oder 1895–2002)

Suicide in an Airplane (Selbstmord in einem Flugzeug), S006 (ca. 1913–15 oder 1918–19)


Arnold Schönberg (1874–1951)

Sechs kleine Klavierstücke, op. 19 (1911)

Besetzung

Kit Armstrong | Klavier

In Kooperation mit der Kronen Zeitung.