Notos Quartett © Uwe Arens
Fr 20 Sep 19:30
Mittlerer Saal Brucknerhaus Linz
Notos Quartett

Mit nur zwei Werken hat Wolfgang Amadeus Mozart die Gattung des Klavierquartetts sozusagen im Alleingang ‚erfunden‘. Während sich seine je dreisätzigen Werke, wenigstens dem Aufbau nach, noch in kammermusikalischen Bahnen bewegen, sind die Gattungsbeiträge von Robert Schumann und Antonín Dvořák schon von ihrer formalen Anlage her eindeutig sinfonischen Zuschnitts.

In Schumanns einzigem Klavierquartett entsprechen die vier thematisch eng miteinander verwobenen Sätze denen einer Sinfonie: Auf einen Kopfsatz in Sonatenform mit langsamer Einleitung folgt ein Scherzo mit zwei Trios sowie ein als Variationensatz gestaltetes Andante, bevor ein Finalsatz in Sonatenrondoform das Werk beschließt. Gleiches gilt für Dvořáks zweites Klavierquartett, eines seiner bedeutendsten und melodienreichsten Werke, wobei hier der langsame Satz an die zweite Position rückt. Das Konzert präsentiert mit dem Notos Quartett eine „der herausragenden Kammermusikformationen der Gegenwart“, verfolgt die Entwicklung des Klavierquartetts über gut hundert Jahre und ist zugleich den verschiedenen Facetten einer Tonart gewidmet, denn alle drei Werke des Abends stehen in Es-Dur, wie auch Bruckners ‚Vierte‘, seine erste Sinfonie in einer Dur-Tonart, die im folgenden Konzert des Brucknerfestes am 22. September erklingt.

Programm

Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791)

Klavierquartett Nr. 2 Es-Dur, KV 493 (1786)


Robert Schumann (1810–1856)

Klavierquartett Es-Dur, op. 47 (1842)


– Pause –


Antonín Dvořák (1841–1904)

Klavierquartett Nr. 2 Es-Dur, op. 87 (1889)

Besetzung

Notos Quartett

Sindri Lederer | Violine

Andrea Burger | Viola

Philip Graham | Violoncello

Antonia Köster | Klavier