Wilfried Steiner © Volker Weihbold
Mo 25 Apr 19:30
Mittlerer Saal Brucknerhaus Linz
Wilfried Steiner
"Schöne Ungeheuer"
vergangene Veranstaltung
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Wilfried Steiner ist nicht nur künstlerischer Leiter im Posthof, sondern auch Autor. Am 25. April präsentiert er seinen neuen Roman "Schöne Ungeheuer" im Brucknerhaus Linz.

Moderation: Günter Kaindlstorfer

Schöne Ungeheuer

Jan Koller, ein genialer Physiker, wird am Vorabend eines Kongresses tot aufgefunden. Seine ebenso begabte Kollegin gesteht den Mord, für den es kein Motiv zu geben scheint. Sie legt ein Geständnis mit widersprüchlichen Aussagen ab und schweigt danach beharrlich. Das wiederum interessiert die Tageszeitung Der Beobachter, die eine Aufdecker-Story wittert und den Wissenschaftsjournalisten Georg Hollaus auf die in Haft sitzende Jelena Karpova ansetzt. Er und die Rechtsanwältin Eva treiben ihre Ermittlungsarbeit voran, die sie bis nach Genf und tief hinein in das faszinierende Forschungszentrum CERN führt, in die Welt der Teilchenphysik, der bahnbrechenden Entdeckungen und besessenen Wissenschaftler. Liegt das Geheimnis in den schillernden Windungen des Large Hadron Collider verborgen? Oder hat der Mord ganz banale, private Gründe? Hat Jelena hat eine Entdeckung gemacht, die ihren Kollegen vor der Wissenschaftswelt möglicherweise bloßgestellt hätte? Oder ist Jan selbst durch seine Forschungsarbeit zur Zielscheibe geworden?

Wilfried Steiner gelingt mit Schöne Ungeheuer etwas Überraschendes: Die Verbindung der Naturwissenschaften mit der Epoche der Romantik. Denn in Genf entstand im 19. Jahrhundert der Frankenstein-Roman, der von den Grenzen der Wissenschaft erzählt, ihrer Hybris und ihrem Scheitern. Folgerichtig klärt sich der Mord an Jan Koller auch nicht im Gerichtssaal auf, sondern in Genf – an jenem Ort,  an dem nicht nur Wissenschafts-, sondern auch Literaturgeschichte geschrieben wurde.