Cameron Carpenter © Heiko Laschitzki
Sa 14 Sep 19:30
Grosser Saal Brucknerhaus Linz
Carpenter &
Poschner

Bruckners Liebe zur Orgel entbrannte schon im Kindesalter, führte ihn als Organist nach St. Florian, Linz, Wien und auf Tourneen sogar bis nach Paris und London. Da erscheint es einigermaßen paradox, dass die „Königin der Instrumente“ in seinem kompositorischen Schaffen kaum eine Rolle spielte.

Tatsächlich veröffentlichte Bruckner, der es stets vorzog, „ohne Noten aus dem Kopfe zu spielen“, zeitlebens keine einzige Orgelkomposition. Dass die wenigen erhaltenen Werke daher als umso wertvollere Kleinode gelten dürfen, stellt der amerikanische Weltstar Cameron Carpenter unter Beweis und lässt es sich dabei nicht nehmen, anhand der einzigen überlieferten Improvisationsskizze Bruckners selbst „aus dem Kopfe zu spielen“.

Während Beethovens revolutionäre 1. Sinfonie, deren initiale dissonante Septakkorde in den Ohren seiner zeitgenossInnen wortwörtlich unerhört klangen, als kühner Startschuss des ,Jahrhunderts der Sinfonie‘ gilt, ergibt sich mit der ihr gerne als vermeintlich ,klassizistisch‘ gegenübergestellten 8. Sinfonie ein besonderer historischer Bezug zum Aufführungsort, handelt es sich doch um Beethovens eigene „Linzer Sinfonie“. Auf dem Titelblatt der in der oberösterreichischen Hauptstadt begonnen Partitur vermerkte er: „Sinfonia Lintz im Monath October 1812“.

Programm

Anton Bruckner (1824–1896)

Sämtliche Orgelwerke


– Pause –


Ludwig van Beethoven (1770–1827)

Sinfonie Nr. 1 C-Dur, op. 21 (1799–1800)

Sinfonie Nr. 8 F-Dur, op. 93 (1812–13)

Besetzung

Cameron Carpenter | Orgel

Bruckner Orchester Linz

Markus Poschner | Dirigent