Ars Antiqua Austria © Brendon Heinst
Do 26 Mär 19:30
Mittlerer Saal Brucknerhaus Linz
Musica
Austriaca

„Musica Austriaca“ stellt musikalische Zentren des Vielvölkerstaates vor. Der Linzer Romanus Weichlein hat mit seinen 1695 unter dem Titel Encaenia musices gedruckten Sonaten für fünf und mehr Instrumente einen Meilenstein der barocken Kammermusik hinterlassen. Für Ars Antiqua Austria steht dieser Komponist im Zentrum ihrer musikalischen Heimat. Begeistert von der musikalischen Qualität, der Virtuosität und der avantgardistischen Anlage seines Schaffens, beschäftigt sich das Ensemble seit seiner Gründung vor beinahe 30 Jahren mit dem Œuvre dieses sonst zu Unrecht vernachlässigten Meisters.

Weichlein wurde 1652 in Linz geboren, sein Vater war Leiter der Kirchenmusik an der Stadtpfarrkirche. Nach seinem Eintritt ins Stift Lambach studierte er in Salzburg. Biber könnte dort sein musikalischer Lehrer gewesen sein, Vorbild war er allemal. Lange Zeit verbrachte Weichlein als Pfarrer im Damenstift Säben im heutigen Südtirol. Dort entstanden auch die Sonaten der Sammlung Encaenia musices, die Kaiser Leopold I. gewidmet ist. Große Bekanntheit erlangte der Komponist als Teufelsaustreiber. Bei den Damen des Stiftes war er dennoch überaus beliebt. Als er nach Lambach zurückbeordert wurde, bat die Äbtissin in einem Brief an den Abt von Lambach darum, „man möge ihnen den Herrn Weichlein doch noch ein Weilchen gönnen“.

Programm

Romanus Weichlein

Komponist und Exorzist


Romanus Weichlein (1652–1706)

Encaenia musices. Sonaten für fünf und mehr Instrumente, op. 1 (1695)

Besetzung

Ars Antiqua Austria

Gunar Letzbor | Leitung