Suzi Quatro © Tina K.
Mo 24 Apr 20:00
Grosser Saal Brucknerhaus Linz
Suzi
Quatro

Mit all ihren Klassikern - von "Can The Can", über "Stumblin'In", "If You Can't Give Me Love" und She's In Love With You" bis "Rockin' In the Free World" - sowie brandneuem Material kommt die lebende Rock-Ikone 2023 live nach Linz!

Sie hat das Musikbusiness geprägt wie keine Zweite und die Türen für Frauen im männerdominierten Genre nachhaltig geöffnet. Die US-amerikanische Sängerin und Bassistin Suzi Quatro war zeit ihres Lebens eine Pionierin in mehrfacher Hinsicht. Mit all ihren Klassikern - von "Can The Can", über "Stumblin'In", "If You Can't Give Me Love" bis She's In Love With You" und "Rockin' In the Free World" - sowie brandneuem Material ihres jüngsten Studioalbums "Devil In Me" im Gepäck kommt die lebende Rock-Ikone 2023 live nach Linz!

Susan Kay Quatro. Mit so einem Namen ist die Rock-Karriere schon fast vorgegeben. Dennoch ist im Jahr ihrer Geburt 1950 noch nicht abzusehen, wie sehr sie später einmal eine männlich dominierte Rockwelt auseinandernehmen wird. Die große Rock'n'Roll-Revolution hat es Suzi angetan - vor allem Elvis Presley und Jerry Lee Lewis. Ihre Heimatstadt Detroit erweist sich dabei als Glücksfall. Die Motorcity ist eben auch Rockcity - und als solche US-Schmelztiegel unzähliger Sixties-Garagecombos.

Rockende Rotzigkeit und ein ausgeprägtes Gefühl für Groove polieren Suzi Quatros Gesang nach und nach zur ebenso raubtierhaften wie harmonischen Vorzeigestimme, und ab Anfang der 70er-Jahre geht alles Schlag auf Schlag. Mit dem Songwritergespann Nicky Chinn/Mike Chapman und frühen Hits, wie "Can The Can" oder "48 Crash", schafft es das "Wild American Girl" zum weiblichen Superstar der Rockmusik.

Dass Quatro musikalisch kein leichtgewichtiges Popsternchen ist, sondern eine waschechte Rockmusikerin mit hoher instrumentaler Kompetenz, spricht sich sogar bis nach Graceland herum. Als "The King" Elvis Presley das Cover seines Songs "All Shook Up" hört, geschieht das schier Unfassbare. Der Rock'n'Roll-Gott lädt Suzi kurzerhand zu sich ein. Letztere gerät jedoch in Panik und sagt die Einladung vor lauter Lampenfieber recht brüsk ab. Ein Fauxpas, der die Sängerin bis heute begleitet. 

Bis Ende der 70er-Jahre folgen - vor allem auch im deutschsprachigen Raum - weitere große Erfolge mit Nummern, wie "Stumblin' In" (ein Duett mit Chris Norman), "If You Can't Give Me Love" oder auch "She's In Love With You". Ruhiger ist es danach: Einige erfolgreiche Osttouren hier, ein wenig Musical, kleinere Filmrollen. Erst ab Anfang der 00er-Jahre besinnt sich die Wahl-Hamburgerin erneut all ihrer Stärken mit schnörkellosem Rock.

Ermüdungserscheinungen? No Way!

Eine englische Universität verleiht ihr im Jahr 2016 für ihre Verdienste rund um Musik und Kultur einen Ehrendoktortitel, 2019 folgt eine Kino-Doku mit dem Titel "Suzi Q". Ein australischer Producer befragt darin zig Frauen im Musikbiz nach dem Einfluss, den Suzi auf sie ausübte. Debbie Harry, Joan Jett, Donita Sparks und Heerscharen von Bassistinnen nehmen Stellung - zur "legacy", wie Suzi selbst das nennt, zu ihrem Vermächtnis.

Lockdown und Brexit treffen auch Suzi Quatro: Allein das Pendeln gestaltet sich viel komplizierter als sonst. Von ausfallenden Tourterminen lässt sie sich aber nicht unterkriegen: Ganz passend zum Fall George Floyd und #BlackLivesMatter präsentiert sie auf ihrem gemeinsam mit Sohn Richard Tuckey produzierten, jüngsten Album "The Devil In Me" 2021 ein Stück über die Riots Ende der Sechziger in der "Motor City" Detroit. Die umtriebige Rockerin beweist: Sie hat noch viel zu erzählen. (Laut.de)

 

Aktuelles Album: "The Devil In Me" (2021), Steamhammer | www.suziquatro.com