Piotr Beczala © Anja Frers/DG
So 6 Okt 18:00
Grosser Saal Brucknerhaus Linz
Piotr Beczała &
Helmut Deutsch

Der für die Sinfonik vor allem in Osteuropa bedeutsame musikalische Nationalismus entwickelte sich im 19. Jahrhundert unter Rückgriff auf die Melodien und Rhythmen der regionalen Volksmusik sowie durch eine konsequente Verwendung der jeweiligen Landes- bzw. Muttersprache für gesungene Texte. In Polen etwa wurde Stanisław Moniuszko so zum Schöpfer des nationalen Kunstliedes und der Nationaloper, womit er einer ganzen Generation von Komponisten den Weg wies, unter denen Mieczysław Karłowicz sicher einer der  bemerkenswertesten ist.

Ein Amalgam aus nationalen und westeuropäischen Einflüssen gelang in Russland dagegen Pjotr Iljitsch Tschaikowski, dessen „Schaffen, so universal es dem flüchtigen Blick erscheint, nicht im Vokalen gipfelt, sondern im Instrumentalen, im Sinfonischen“. Mit einem spannenden Programm, das hierzulande selten zu hörendes Repertoire und Lieder bekannter Komponisten kombiniert, kehrt der polnische Startenor Piotr Beczała, der seine Weltkarriere 1992 in Linz begann und zuletzt bei den Bayreuther Festspielen als Lohengrin triumphierte, nach 20 Jahren ins Brucknerhaus zurück. Die Liederreise durch drei Länder und Sprachen tritt der Sänger gemeinsam mit Helmut Deutsch an, einem der gefragtesten und erfolgreichsten Liedbegleiter unserer Zeit.

Programm

Lieder von

Stanislaw Moniuszko (1819–1872)

Mieczysław Karłowicz (1876–1909)

Peter Iljitsch Tschaikowski (1840–1893)

Richard Strauss (1864–1949)

Besetzung

Piotr Beczała | Tenor

Helmut Deutsch | Klavier